Titelaufnahme

Titel
Autofahren nach einem Schlaganfall? : Die ergotherapeutische Befundung der Fahrtauglichkeit
Weitere Titel
Driving after stroke? The occupational evaluation of fitness to drive
VerfasserStefanitsch, Gudrun
Betreuer / BetreuerinMosor, Erika
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Off-road Assessment / Autofahren / Ergotherapie / Schlaganfall
Schlagwörter (EN)Off-road Assessment / Driving / Occupational therapy / Stroke
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Autofahren ist eine wichtige Aktivität des täglichen Lebens, welche die Integration von visuellen, physischen, kognitiven und psychischen Fähigkeiten benötigt. Doch es gibt viele Erkrankungen, darunter auch Schlaganfälle, welche diese Fähigkeiten beeinträchtigen können, wodurch die Fahrsicherheit gefährdet sein kann. In diesem Fall evaluieren Ergotherapeuten/innen diese Fähigkeiten von Schlaganfallpatienten/innen mit Hilfe eines Off-road Assessments, um herauszufinden, bei welchen Patienten/innen ein On-road Assessment durchgeführt werden sollte. Es werden verschiedene Assessments zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit eingesetzt, die allerdings in vielen Fällen keine ausreichenden Gütekriterien besitzen. Deswegen ist das Ziel dieser Arbeit, anhand von Vergleichen der verschiedenen Studien herauszufinden, welche Off-road Assessments Ergotherapeuten/innen bei Patienten/innen nach einem Insult anwenden können, um deren Fahrtauglichkeit prognostizieren zu können.

Methodik: Diese Arbeit ist in Form eines Literaturreviews aufgebaut. Die Literaturrecherche wurde im Zeitraum von 20.2.14 und bis 16.03.14 in den Datenbanken CINHAL, PubMed, Medline und Cochrane Library durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine Handrecherche in der Bibliothek der FH-Campus Wien. Insgesamt wurden 18 Studien für das Literaturreview herangezogen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Literaturrecherche bestehen aus 3 quantitativen Studien und einem Review, die sich mit Off-road Assessments zur Evaluierung der Fahrtauglichkeit von Schlaganfallpatienten/innen befassen. Die Ergebnisse der Validität und der Reliabilität wurden nach Weise eingeteilt (1975, zitiert in Bortz, & Döring, 2006, S. 199 – 202). Die Studien wiesen Reliabilitätswerte von 0.6 bis 0.9 bei der Inter-rater Reliabilität, und Validitätswerte von 0.4 bis 0.8 bei der Übereinstimmungsvalidität auf.

Schlussfolgerung: Die OT-DORA Assessment Batterie und das Assessment Drive Safe/Drive Aware wurden ermittelt, welche die Fahrtauglichkeit aufgrund ihrer hohen Validitätswerte gut prognostizieren können. Die Assessment Batterie bestehend aus Trails A und SMT, sollte aufgrund ihrer mittelmäßigen Validitätswerte nur als Screening Batterie zusätzlich zu einem On-road Assessment verwendet werden, da mit ihr mehr als 90% der fahrtauglichen Personen richtig identifiziert werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Driving is an essential activity of daily living, which depends on the integration of cognitive, visual, physical and psychological abilities. But there are many diseases and disabilities, such as an insult, that can interfere with the above mentioned abilities, which could reduce the ability to drive safely. In this case occupational therapists evaluate these abilities of stroke patients by using Off-road Assessments to determine, in which case an On-road Assessment is necessary. Various Assessments are used to evaluate fitness to drive, which have not been sufficiently proven as valuable. Therefore the aim of this review is to compare the various studies in order to determine, which assessments could be used by occupational therapists for stroke patients to evaluate fitness to drive.

Methods: This bachelor thesis is built up as a literature review. The research was carried out from 20th February to 16th March in the databases CINHAL, PubMed, Medline and Cochrane Library. In addition the library of the FH-Campus Wien has been searched for relevant literature. Altogether 18 publications were integrated in the literature review.

Results: The bachelor thesis consists of 3 quantitative studies and one review, which could be used to determine fitness to drive. The reliability scores which ranged from 0.6 to 0.9 for inter-rater reliability, and the validity scores which ranged from 0.4 to 0.8 for concurrent validity, were also rated with the scales of Weise (1975, cited in Bortz, & Döring, 2006, p. 199 – 202)

Conclusion: The OT-DORA Assessment Battery and the Drive Safe/Aware have got high validity scores and are useful to determine fitness to drive. The Assessment Battery consisting of Trails A and SMT, has got moderate validity rates and should therefore only be used as a screening tool in addition to an Off-road Assessment, because it identifies 90% of the drivers, which are fit to drive, correctly.