Titelaufnahme

Titel
Sexualität als ADL - Bedeutung in der ergotherapeutischen Praxis
Weitere Titel
Sexuality as an ADL – Meaning in daily practice of Occupational Therapy
AutorInnenWeichselbraun, Katrin
GutachterMosor, Erika
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Sexualität / Bedeutung / Einflussfaktoren / Einstellung
Schlagwörter (EN)Occupational therapy / Sexuality / Meaning / Influencing factors / Attitudes
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich der Fragestellung, welche Bedeutung dem Thema Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigungen in der ergotherapeutischen Praxis beigemessen wird und welche Einflussfaktoren in Bezug auf das Thematisieren von Sexualität angegeben werden.

Anhand der definierten Ein- und Ausschlusskriterien wurde in vier Datenbanken nach entsprechender Literatur gesucht. Nach einer Volltextanalyse wurden fünf Studien ausgewählt und deren Qualität mit den McMaster-Formularen für qualitative und quantitative Studien bewertet.

Grundsätzlich sind ErgotherapeutInnen der Meinung, dass Sexualität ein legitimer Bereich in der Ergotherapie ist. Das Thema wird in der Praxis jedoch häufig ausgegrenzt. Zahlreiche Einflussfaktoren spielen hier eine Rolle. In der Ausbildung wird der Thematik kein hoher Stellenwert beigemessen. Sexualität gilt zudem häufig als Tabu-Thema und wird als Privatangelegenheit gesehen, besonders bei älteren PatientInnen, was ein Thematisieren zusätzlich erschwert, da das Thema Sexualität häufig mit emotionalen Reaktionen verbunden ist. Institutionelle Faktoren wie Einstellung der Institutsleitung dem Thema Sexualität gegenüber oder der Zeitfaktor sind weitere wichtige Aspekte, die häufig zu einer Exklusion von Sexualität in der ergotherapeutischen Praxis führen.

Sexualität soll verstärkt in die Curricula integriert werden, um Sicherheit und Kompetenz der ErgotherapeutInnen zu fördern. Kulturelle Faktoren gilt es individuell für jeden Patienten / jede Patientin zu berücksichtigen. Empathisches Einfühlungsvermögen ist bei der Thematik unverzichtbar.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question about the meaning of sexuality of patients with disabilities in occupational therapy. Furthermore, indicated influencing factors which affect addressing sexuality in the context of therapy are described.

On the basis of previously defined inclusion and exclusion criteria, corresponding literature was searched in four databases. After a screening phase of the publications, five studies were selected. The quality of the studies was then analyzed by using the McMaster forms for qualitative and quantitative studies.

Occupational therapists agree with the statement, that sexuality is a legitimate domain of concern in occupational therapy. Due to many different influencing factors, it is very often neglected from therapy. Sexuality is not seen as an important topic in educational programs, which often leads to discomfort in practice. Furthermore, sexuality is very often still a taboo topic, especially among older patients. This additionally complicates addressing sexuality as it is often connected with emotive reactions. Also institutional factors play important roles. Time factor and attitude of the director of the institute towards sexuality in therapeutical context play important roles.

Sexuality should be integrated in curricula of educational programmes to improve self assurance and competence of the occupational therapists. Cultural factors should be considered individually for each client.

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