Titelaufnahme

Titel
Sonografisches Hüftscreening bei Säuglingen : Ein zukünftiges Berufsfeld für Radiologietechnologinnen/ Radiologietechnologen?
Weitere Titel
Sonographic hip screening in infants A future career field for radiology technologists?
AutorInnenHandl, Laurena
GutachterKraus, Barbara
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Hüftdysplasie / Hüftultraschall / Hüftsonografie bei Babys
Schlagwörter (EN)hip dysplasia / hip sonography / hip sonography in babies
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Forschungsproblem:

Die Hüftsonografie bei Säuglingen wird in Österreich seit etwa 20 Jahren routinemäßig durchgeführt. Um mögliche Fehlbildungen und eventuelle Spätfolgen einer angeborenen Hüftfehlbildung vorzubeugen, ist eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung von großer Bedeutung. Nicht selten kommt es vor, dass die Hüfte bei der Geburt noch nicht zur Gänze ausgereift ist. Es handelt sich also bei einer Hüftdysplasie um eine Reifestörung, bei der die Hüftgelenkspfanne zu klein angelegt ist und der Hüftkopf nicht vollständig überdacht ist. [1] Die klinische und sonografische Routineuntersuchung wird von Kinderärztinnen/ Kinderärzten durchgeführt und gilt als Standard der Diagnostik, da ein Röntgenbild in den ersten Lebensmonaten nicht genügend zur Beurteilung der Hüftgelenke beiträgt und wegen der Strahlenbelastung möglichst zu vermeiden ist. Außerdem ist der Ultraschall für Säuglinge aber auch für andere Patientinnen/ Patienten nicht belastend, schmerzfrei, kann zur Verlaufskontrolle beliebig oft durchgeführt werden und es ermöglicht im Gegensatz zum Röntgen eine Darstellung der kartilaginären Strukturen der kindlichen Hüfte. [2,3] Die Therapie einer Hüftdysplasie richtet sich nach dem Schweregrad. So genügt es in leichten Fällen den Säugling breit zu wickeln, wobei bei mittelschweren Hüftdysplasien meist Schienen oder sogar Spreizhosen zum Einsatz kommen. [4]

Ziel der Arbeit:

Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob ausgewählte Fachärztinnen/ Fachärzte für Kinder-und Jugendheilkunde dazu bereit wären, Radiologietechnologinnen/ Radiologietechnologen nach entsprechender fachlicher Ausbildung mit der Durchführung dieser Verlaufskontrollen des Hüftultraschalls bei Säuglingen zu beauftragen. Weiter soll mit Hilfe der Fragebögen eruiert werden, ob die Anzahl der Hüftsonografien bei Säuglingen in diesen ausgewählten Ordinationen von Fachärztinnen/ Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde in den letzten 10 Jahren in Österreich gestiegen ist.

Methode:

Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine empirisch-quantitative Arbeit. Der Datenermittlung liegen Fragebögen zugrunde. Literatur zu diesem Thema wurde in den Datenbanken Google, Google Scholar und Pubmed als auch in der FH online Bibliothek, unter den Suchbegriffen „Hüftdysplasie bei Säuglingen“, „Hüftultraschall“ und “hip sonography in babies“ ermittelt.

Berufsrelevanz:

Die Hüftsonografie wird von Kinderärztinnen/ Kinderärzten zwischen dem 2. und 10. Tag nach der Geburt sowie zwischen der 4. und 6. Lebenswoche durchgeführt. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen ist eine profunde, kontrollierte Ausbildung in Technik, Durchführung und Befundung der Hüftsonografie ausschlaggebend. In den letzten Jahren hat sich der Aufgabenbereich der Radiologietechnologinnen/ Radiologietechnologen in so fern verändert, dass in Österreich die Sonografie in die Ausbildung aufgenommen wurde. Daraus ergibt sich für die Zukunft die Möglichkeit für Radiologietechnologinnen/ Radiologietechnologen, Sonografien eigenständig durchzuführen. Radiologietechnologinnen/ Radiologietechnologen sollten deshalb fundierte Kenntnisse im Fachbereich Sonografie besitzen, um beispielsweise Hüftsonografien in der Pädiatrie durchführen zu können. [2]

Zusammenfassung (Englisch)

Topic of research:

Hip sonography in infants is routinely performed in Austria as a screening examination for about 20 years. Early diagnosis and treatment of hip dysplasia are mandatory in order to prevent long-term consequences. This particular joint is often incompletely matured at time of birth. Hip dysplasia is therefore to be considered a maturation disturbance with a too small acetabulum unable to cover completely the femoral head [1]. Routine sonography is carried out by pediatricians and is considered the standard for diagnostics as X-ray do not sufficiently allow the evaluation of the joint's structures and must be avoided because of its radiation. In addition, echography is a painless method which can be repeated as often as necessary and depicts properly the cartilaginous structures of the juvenile hip [2,3]. The treatment of hip dysplasia depends on the severity. it is sufficient in mild cases to wrap the infant, while in moderately severe hip dysplasia often rails or even abduction are used. [4]

The aim of the work:

The aim of this work is to find out whether pediatricians in Austria would be willing to entrust radiology technologists after appropriate technical training with the follow-up of hip ultrasound in infants. Next is to be investigated by means of questionnaires, whether the number of hip sonography has increased in infants in these selected medical practices in the last 10 years in Austria.

Method:

This work is an empirical, quantitative investigation. The data acquisition is based on questionnaires. Literature on this subject was collected in the databases Google, Google Scholar and PubMed as well as in the FH online library, under the search terms "hip dysplasia in infants", "hip ultrasound" and "hip sonography in babies".

Professional relevance:

Hip sonography is performed by pediatricians few days after birth. In order to achieve an optimal result a profound, controlled education in techniques and analyse of hip sonography remains decisive. In recent years, however, the remit of radiology technologists has changed, as sonography was integrated in the training. Sonography in general and of that of the hip in particular may therefore become part of the professional activity for radiology technologists in Austria in the future in cooperation with pediatricians. [2]

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