Titelaufnahme

Titel
Optimierung der Absorptionsmethode. Korrelation von Titer und Reaktionsstärke eines irregulären Antikörpers mit der Anzahl an Absorptionsschritten.
Weitere Titel
Improvement of the absorption technique. Correlation of titer and reaction strength of an irregular antibody with the amount of absorption steps.
VerfasserGodzisz, Karolina
Betreuer / BetreuerinSeper, Helena
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Absorption / Antigen-Antikörper-Bindung / Antigene / Antigendichte / Antikörper / Antikörperspezifitat / Blutgruppensysteme
Schlagwörter (EN)absorption / antigen-antibody binding / antigens / antigen density / antibody / antibody specificity / blood group systems
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Die Absorption wird verwendet um irreguläre Antikörper, welche nach Transfusionen, Transplantationen und Schwangerschaften gebildet werden, eindeutig zu identifizieren. Dadurch wird die Sicherheit der Transfusion für den Patienten/ die Patientin gewährleistet. Diese Methode nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch und kann daher in Notfällen nicht angewandt werden.

Ziel

Diese Arbeit sollte umfassend evaluieren, ob die Anzahl der Absorptionsschritte mit dem Titer und der Reaktionsstärke des vorhandenen Antikörpers korrelieren. Dadurch sollen eine Optimierung der Methode und schnellere Ergebnisse als Vorteil für das Labor und den Patienten erzielt werden.

Material & Methoden

Aus insgesamt 51 Patienten- und Patientinnensera wurden 61 irreguläre Alloantikörper mittels der allogenen Wärmeabsorption identifiziert. Die Absorption wurde ohne Zusätze von verstärkenden Reagenzien oder Enzymen durchgeführt. Sowohl der Titer, als auch die Reaktionsstärke der Antikörper wurden bestimmt. Zusätzlich wurde überprüft ob der Zusatz eines Enzyms eine Verringerung der Absorptionsschritte ermöglicht.

Ergebnisse

Die Korrelation zwischen Titer und der Anzahl an Absorptionsschritten ist nicht signifikant (p=0,061). Jene zwischen Reaktionsstärke und der Anzahl an Absorptions-schritten weist jedoch eine Signifikanz (p=0,04) auf. Eine antikörperspezifische Überprüfung dieser Korrelation ist aufgrund der niedrigen Stichprobenanzahl nur bei den Rhesusantikörpern repräsentativ. Hierbei ergibt sich für beide Parameter kein signifikanter Zusammenhang mit der Anzahl an Absorptionsschritten.

Die Absorptionsschritte konnten durch den Enzymzusatz bei 3 von 5 Fällen reduziert werden. Ein repräsentatives Ergebnis konnte durch einen Mangel an Untersuchungs-einheiten nicht ermittelt werden.

Conclusio

Die Reaktionsstärke ist als Richtwert zur Berechnung der notwendigen Absorptionsschritte geeignet. Eine Weiterführung dieser Studie mit einem erhöhten Kollektiv ist empfehlenswert um eine antikörperspezifische Korrelationsanalyse der Parameter zu ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

The absorption technique is used for identification of irregular antibodies, which are formed after transfusions, transplantations and pregnancies. Thereby, the safety of the transfusion to the patient is ensured. However, this method is very time consuming and cannot be used in emergencies.

Aims

This thesis should evaluate if the number of absorption steps correlate with the titer and the reaction strength of the antibody present. An optimization of the method and therefore faster results can be achieved as an advantage for the laboratory and the patient.

Materials & methods

From a total of 51 patients 61 irregular alloantibodies were identified by the allogeneic heat absorption. The absorption was carried out without the addition of enhancing agents or enzymes. Both the titers and the reaction strength of the antibody were determined. It was also tested whether the addition of an enzyme allows a reduction of absorption steps.

Results

The correlation between titer and the number of absorption steps is not significant (p=0.061). However, the correlation between reaction strength and the number of absorption steps is significant (p = 0.04). An antibody specific examination of this correlation is representative only in the rhesus antibodies due to the low number of samples. These results show no significant correlation for both parameters with the number of absorption steps.

The absorption steps could be reduced by the addition of enzyme in 3 of 5 cases. A representative result could not be determined due to a lack of research elements.

Conclusion

The reaction strength is suitable as a guide to calculate the necessary absorption steps. A continuation of this study, with an increased patient collective is recommended in order to allow antibody-specific analysis of the correlation of the parameters.