Titelaufnahme

Titel
Transkriptionsfaktor E3 Fusionsgene in Hirnmetastasen von primären Nierenzellkarzinomen
Weitere Titel
Transcription factor E3 fusion genes in brain metastases from primary renal cell carcinomas
VerfasserInan, Cansu
GutachterGstinig, Karin
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Nierenzellkarzinom / Xp 11.2 Translokation / TFE3 Fusionsgene / Fusionsgene / Translokation / Therapie / Metastasenentstehung / Hirnmetastasen
Schlagwörter (EN)Renal cell carcinoma / Xp 11.2 translocation / TFE3 fusion gene / Fusion genes / Translocation / Therapy / Metastasis formation / Brain metastases
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Nierenzellkarzinomen, welche mit Transkriptionsfaktor E3 – Fusionen / Xp 11.2 Translokationen assoziiert sind, und ihren Hirnmetastasen. Das Nierenzellkarzinom mit Xp 11.2 Translokationen ist eine neue 2004 identifizierte Entität in der Klassifikation der Nierenzellkarzinome. Es gehört zu den seltenen Nieren-erkrankungen und macht nur 2% aller Nierenzellkarzinome aus.

Das Nierenzellkarzinom mit TFE3 Fusionsgenen kommt sehr häufig in Pädiatrie – Patienten und Patientinnen vor und hat eine gute Prognose. Allerdings zeigt der Tumor einen aggressiven Verlauf bei älteren Betroffenen und die Prognose ist sehr schlecht. Die meisten diagnostizierten Tumore haben schon Metastasen gebildet oder entwickeln Metastasen in den ersten zwölf Monaten nach Diagnosestellung.

In der vorangegangenen Pilotstudie wurden 50 Gewebsproben von Hirnmetastasen von primären Nierenzellkarzinomen immunhistochemisch untersucht, wobei 13 Fälle, also 26%, zeigten eine Überexprimierung vom TFE3 Protein. Um diese Ergebnisse zu bestätigen, wurden eine RNA-Isolation und eine anschließende PCR in 12 immunhistochemisch positiven und 12 immunhistochemisch negativen Fällen durchgeführt. Eine Probe konnte nicht analysiert werden, weil nicht genug Gewebsmaterial für die Analysen zur Verfügung stand. Die negativen Fälle sollten als Negativkontrolle dienen.

Die Ergebnisse der PCR zeigten, dass keine ASPL-TFE3 Fusionen vorhanden waren, und dass die Immunhistochemie falsch positive Ergebnisse geliefert hatte.

Daher sollte TFE3 nicht als Marker für Hirnmetastasen von Nierenzellkarzinomen mit Xp 11.2 Translokationen verwendet werden. Eine sichere Diagnose sollte mit einer genetischen Untersuchung, wie mit einer PCR oder FISH, gestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with renal cell carcinoma associated with transcription factor E3 fusions/Xp 11.2 translocations and its brain metastases. Renal cell carcinoma associated with Xp 11.2 translocation is a new entity of the classification of renal tumors identified in 2004. It is a rare kidney disease, as the incidence of this neoplasm is numbered with 2% of all types of renal cell carcinomas.

Renal cell carcinoma with TFE3 fusion genes appears commonly in pediatric patients and has a good prognosis. But in older patients the tumor shows an aggressive course of disease with a poor prognosis. Most diagnosed tumors already present with metastases or develop metastases within 12 months of the initial presentation.

In a pilot study 50 samples of brain metastases from renal cell carcinoma were analyzed and 13 cases, which is 26%, showed an overexpression of the TFE3 protein at immunohistochemistry. To confirm these results an RNA isolation followed by a PCR in 12 immunohistochemistry positive cases and 12 immunohistochemistry negative cases was conducted. One sample could not be analyzed as there was not enough tissue sample left. The negative cases should serve as negative controls.

The results of the PCR showed that no ASPL-TFE3 fusions were found in immunohistochemistry positive cases which means that these were false positive.

Therefore, TFE3 should not be used as a marker for renal cell carcinoma brain metastases associated with Xp 11.2 translocations. A reliable diagnosis should be made by genetic analysis like PCR or FISH.