Titelaufnahme

Titel
Gonorrhoe in Österreich 2013 - Kultur und Amplifizierung im Vergleich
Weitere Titel
gonorrhea in Austria in 2013 - comparison of culture and amplification
VerfasserMarschal, Marion
GutachterDürschmied, Bernhard
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gonorrhoe / Gonokokken / Gonokokkeninfektion / Neisseria gonorrhoeae / Kulturnachweis und Amplifizierung von N. gonorrhoeae / nucleic acid amplification testing / Koinfektion Chlamydia trachomatis / Centers for Disease Prevention and Control / Geschlechtskrankheiten
Schlagwörter (EN)gonorrhea / gonococcal infection / N. gonorrhoeae - diagnosis with culture and amplification / co-infection with Chlamydia trachomatis / sexually transmitted diseases
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit bietet einen aktuellen Überblick über die Gonorrhoe in Österreich. Es wurden insgesamt 818 Gonorrhoe-positive Proben gesammelt und hinsichtlich mehrerer Fragestellungen ausgewertet. Es zeigte sich, dass bei Männern mit 70,1% gegenüber 29,9% wesentlich häufiger eine Gonorrhoe diagnostiziert wurde. Bezüglich der Klinik zeigten Frauen in 58,1% keine Symptome, bei Männern hingegen war die Infektion in über 82,4% von typischen Beschwerden begleitet. Der häufigste Manifestationsort bei Männern war die Urethra, bei Frauen Cervix und Urethra. Extragenitale Gonokokkeninfektionen, vor allem in Pharynx und Rectum ließen sich häufiger bei homosexuellen Männern finden. Von 590 Patienten waren 22,2% zusätzlich mit Chlamydia trachomatis infiziert. Bezüglich des Resistenzmusters von Neisseria gonorrhoeae zeigte sich Ciprofloxacin in über der Hälfte aller Fälle (n=653) resistent, danach folgten Tetracyclin und Penicillin. Cefixim, Ceftriaxon, Azithromycin und Spectinomycin zeigten sich gut empfindlich.

Schwerpunkt der Arbeit war eine Vergleichsanalyse zwischen Kultur und Amplifizierungsverfahren um die derzeit empfohlene Diagnostik für Neisseria gonorrhoeae zu evaluieren. Dafür wurde ein Kollektiv von 347 Proben herangezogen. Für die Kultivierung wurden Thayer-Martin-, New-York-City- und Gonokokken-Agar verwendet, als Amplifizierungssysteme standen der Abbott m2000 RealTime- und das Panther-System von Gen-Probe zur Verfügung. Beim Vergleich der Methoden ergab sich eindeutig, dass die Amplifizierung mit einer Sensitivität von 99,4% verlässlichere Ergebnisse als die Kultur bietet. In 13,8% (48 Fälle) konnte kein Kulturnachweis auf Thayer-Martin und/oder New-York-City-Agar erbracht werden. Die Amplifizierung hingegen versagte lediglich in 0,6%.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis gives an overview on gonorrhea in Austria in 2013. A total of 818 gonorrhea-positive specimens were collected and analysed in different ways. With 70,1% men were diagnosed with gonorrhea more often than women (29,9%). Women did not show any clinical symptoms in 58,1%, whereas men had typical symptoms in 82,4% of all cases. In men gonorrhea mostly occured in the urethra, in women in the cervix and urethra. Extragenital infections as pharynx and rectum often occured in homosexual men. From 590 patients 22,2% were additionally infected with Chlamydia trachomatis. Concerning the resistance pattern of Neisseria gonorrhoeae ciprofloxacin showed resistance in more than half of all cases (n=653), followed by tetracycline and penicillin. Cefixime, ceftriaxon, azithromycin and spectinomycin were susceptible.

The focus of this thesis was a comparison between culture and nucleic acid amplification testing (NAAT) to evaluate the current adviced diagnosis for Neisseria gonorrhoeae. This analysis was done with 347 specimens. For the culture method Thayer-Martin-, New-York-City- and gonococcal-agar were used, amplification was done either with the Abbott m2000 RealTime-system or with the Panther-system from Gen-Probe. It showed that NAAT was far more reliable than culture as it detected 99,4% of all gonorrhea-positive samples. In 13,8% (48 cases) culture did not show any growth of bacteria on Thayer-Martin- and/or New-York-City-agar whereas NAAT only failed in 0,6%.