Titelaufnahme

Titel
Muskulo-skeletale Effekte des Spartathlon-Laufes
Weitere Titel
Musculoskeletal effects of the Spartathlon race
VerfasserWeiß, Elisabeth
GutachterMacho, Michaela
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Spartathlon / Langstreckenlauf / Follistatin / Myostatin / Sklerostin / Dickkopf-1 / Cathepsin K / s-RANKL / Knochenstoffwechsel / Muskelstoffwechsel / ELISA
Schlagwörter (EN)Spartathlon / ultra-distance race / follistatin / myostatin / sclerostin / dickkopf-1 / cathepsin K / s-RANKL / bone metabolism / muscle metabolism / ELISA
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Es wird allgemein angenommen, dass regelmäßige körperliche Aktivität positive Einflüsse auf das Skelett ausübt. Jedoch ist relativ wenig über muskulo-skeletale Effekte, die extreme Formen von Sport mit sich bringen, bekannt. In einer vorhergehenden Arbeit [Bone 45 (2009) 1079-1083] wurde gezeigt, dass ein 246-km Ultradistanz-Lauf (“Spartathlon”) die Knochenneubildung vorübergehend unterdrückte und die Knochenresorption anstieg. Das Ziel dieser Studie war es, die Effekte des Spartathlon-Laufes auf neue muskulo-skeletale Marker zu analysieren.

Methoden: Von 19 TeilnehmerInnen des Spartathlons wurden venöse Blutproben vor und nach dem Lauf genommen. Die Serumkonzentrationen von Myostatin (einem Hemmer der myogenen Differenzierung), Follistatin (einem Antagonisten von Myostatin) und Marker/Regulatoren des Knochens (inklusive der Wnt-Signalweg Inhibitoren Sklerostin und Dickkopf-1) wurden mittels ELISA bestimmt.

Ergebnisse: Nach dem Lauf wurden signifikante vierfach erhöhte Serum Follistatin- Konzentrationen beobachtet, auch das Myostatin stieg um 12 % an. Während sich die Sklerostin-Spiegel vor und nach dem Lauf nicht signifikant veränderten, fielen die Dickkopf-1-Konzentrationen um 15 % nach dem Spartathlon ab. Von neun SportlerInnen waren auch Serumproben einen Tag nach dem Lauf vorhanden. Interessanterweise war an diesem Zeitpunkt ein Abfall von Sklerostin und Dickkopf-1-Konzentrationen zu sehen. Die Spiegel von Cathepsin K veränderten sich vor und nach dem Ultramarathon nicht.

Schlussfolgerung: Unsere Daten sprechen dafür, dass die erheblichen Anstiege von Follistatin und der Abfall von Dickkopf-1 nach dem 246-km Ultramarathon wichtige anabole Signale für Muskel und Knochen widerspiegeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Although it is commonly accepted that regular physical exercise is beneficial for the skeleton, relatively little is known about musculoskeletal effects of extreme forms of exercise. In previous work [Bone 45 (2009) 1079-1083] it was demonstrated that a 246-km ultra-distance race (“Spartathlon”) transiently suppressed bone formation and increased bone resorption. The aim of this study was to analyze effects of the Spartathlon race on novel musculoskeletal markers.

Methods: Venous blood samples were obtained from 19 participants of the Spartathlon before and after the race; serum levels of myostatin (an inhibitor of myogenic differentiation), follistatin (an antagonist of myostatin) and markers/regulators of bone (including the wnt signaling inhibitors sclerostin and dickkopf-1) were determined by ELISA.

Results: After the race a significant four-fold increase of serum follistatin levels was observed; myostatin increased by 12 %. Whereas sclerostin levels were not significantly different before and after the race, dickkopf-1 levels had significantly decreased by 15 %. Serum samples taken on the day after the race were available from nine participants; interestingly, at this point of time a decrement of sclerostin and dickkopf-1 levels was seen. Serum cathepsin K levels did not differ before and after the ultramarathon.

Conclusion: We speculate that the marked increase of follistatin and the decline of dickkopf-1 after a 246-km ultramarathon race reflect important anabolic signals for muscle and bone.