Titelaufnahme

Titel
Primäre Schlaganfallprävention. Welche Rolle spielt die Physiotherapie in diesem Zusammenhang?
Weitere Titel
Primary Prevention of stroke. Which role plays physical therapy in this context?
VerfasserHeyda, Barbara
GutachterPilsl, Elisabeth
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)primäre Prävention / Schlaganfall / Physiotherapie
Schlagwörter (EN)primary prevention / stroke / physical therapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Physiotherapie findet in der primären Schlaganfallprävention selten Erwähnung, obwohl PhysiotherapeutInnen durch nicht pharmakologische Interventionen das Schlaganfallrisiko beeinflussen können. Ziel der Befragung ist es herauszufinden, wie primäre Schlaganfallprävention aus ärztlicher und physiotherapeutischer Sicht derzeit in Österreich abläuft und wie die momentane Situation optimiert werden kann.

Methodik: Es handelt sich um eine empirische Forschungsarbeit in Form einer quantitativen, schriftliche Befragung mittels Onlinefragebogen. Es wurden zwei unterschiedliche Fragebögen, je einer für Ärztinnen und Ärzte und einer für PhysiotherapeutInnen, entwickelt.

ProbandInnen: Bei den Befragten handelt es sich um in Wien niedergelassene Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner und in Wien freiberuflich tätige PhysiotherapeutInnen mit dem Fachbereich Neurologie.

Durchführung: Der Fragebogen wurde per Email mit dem entsprechenden Link an die durch Zufall ausgewählten TeilnehmerInnen versandt. Der Onlinefragebogen war eine Woche lang zur Beantwortung freigeschaltet.

Ergebnisse: Primärprävention findet aus ärztlicher Sicht statt. PhysiotherapeutInnen verbringen nur 1-10% ihrer Tätigkeit mit schlaganfallspezifischer Primärprävention. Es findet teilweise Zusammenarbeit beider Berufsgruppen zu diesem Thema statt.

Hauptergebnis: Die Rolle der Physiotherapie in der primären Schlaganfallprävention ist gering. Beide Berufsgruppen sehen Optimierungsmöglichkeiten in der primären Schlaganfallprävention.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Befragung sind durch die geringe Rücklaufquote als subjektive Einzelanschauungen anzusehen und lassen nicht automatisch auf die österreichweite Situation schließen. Weiterführende, größer angelegte Befragungen sind nötig, um die Ist-Situation genau erfassen und optimieren zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Target Objective: Although physical therapists can influence the risk of stroke by non pharmacological interventions, physical therapy is rarely mentioned in context of primary prevention of stroke. The aim of the questioning is to find out how primary prevention is put into practice today in Austria and how to optimise the current situation.

Setting: An empirical research in the form of a quantitative written online survey was conducted. Two different questionnaires were developed, one for general practitioners and one for physical therapists.

Participants: Subjects are general practitioners and self-employed physical therapists, with special field of neurology, residing and practising their profession in Vienna.

Realisation: The online survey link was sent via email to the subjects which were selected at random. The questionnaire was unlocked for one week.

Outcome Measures: Primary prevention is practised by practitioners but physical therapist spend only 1-10% of their time with primary prevention. According to primary prevention in some cases there already exists a cooperation between the two groups of professionals.

Main result: Physical therapy plays a minor role in primary prevention of stroke. Both, physical therapists and general practitioners, see scope for optimisation in primary prevention of stroke.

Conclusion: Due to the small response to the questionnaire, the results should be seen as subjective opinions of some individuals which don't represent the Austria-wide situation. Further research is needed to examine and optimise the current situation.