Titelaufnahme

Titel
Therapieempfehlungen bei Posteriorem Impingement im oberen Sprunggelenk bei Balletttänzerinnen - Eine Literaturrecherche
Weitere Titel
Therapy recommendations for posterior ankle impingement in female ballet dancers - A literature research
VerfasserSchoelen, Helena
Betreuer / BetreuerinEder, Gerhard
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)posteriores Sprunggelenksimpingement / Balletttänzerinnen / konservative Therapie / Physiotherapie
Schlagwörter (EN)posterior ankle impingement / female ballet dancers / conservative therapy / physiotherapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Überlastungsverletzungen sind bei professionellen Balletttänzerinnen keine Seltenheit, da sie auf Spitzenschuhen en pointe tanzen. Das posteriore Impingement des oberen Sprunggelenkes (PIOSP) ist eine bekannte Diagnose in dieser Berufsgruppe. Da TänzerInnen operative Maßnahmen eher vermeiden, um keine berufsgefährdenden Trainingspausen zu erfahren, ist es wichtig, konservative Therapiemethoden bei der Behandlung dieses Krankheitsbildes den Vorzug zu geben. In der vorliegenden Bachelorarbeit wurde der aktuelle Stand der Wissenschaft dahingehend untersucht und

zusammengefasst. Die Forschungsfrage lautete: Welche konservativen Therapieempfehlungen gibt es für Balletttänzerinnen mit posteriorem Impingement im oberen Sprunggelenk.

Methodik:

In den Suchmaschinen PubMed, Cochrane, Ajronline und Science-direct wurde mit den nach PICO definierten Suchbegriffen gesucht. Insgesamt wurden 26 Studien zur Beantwortung der Forschungsfrage berücksichtigt. Auch tanzmedizinische Bücher wurden diesbezüglich herangezogen.

Ergebnisse/Schlussfolgerung:

Ein PIOSP kann aufgrund einer ossären Veränderung entstehen oder seinen Ursprung in den Weichteilgeweben haben. In beiden Fällen ist initial eine konservative Behandlung angezeigt. Nichtsteroidale Entzündungshemmer, Modifikation der Plantarflexion, sowie Kräftigung der Unterschenkelmuskulatur ist hier zielführend. Besonders von Bedeutung ist

aber auch die Analyse etwaiger Tanztechnikmängel, wie z.B. eine fehlende Stabilisation der Beinachse in der Plantarflexion oder ein insuffizienter Einsatz der tiefen Unterschenkel- und Fußmuskulatur. Diese können als Auslöser des PIOSP gesehen werden und sollten in der physiotherapeutischen Behandlung bearbeitet werden. Führt eine konservative Therapie nicht zur Symptomfreiheit, muss an eine ossäre Ursache des PIOSP gedacht werden und eine Operation in Betracht gezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

Overuse injuries are very common in female ballet dancers who dance en pointe. In many cases a posterior ankle impingement (PIA) is diagnosed. Because of the risk of losing his/her job or missing rehearsals, dancers often avoid operative treatment, which sets an even higher importance on conservative treatment of PIA in ballet dancers. In this

Bachelor thesis the latest literatur concerning this topic was analysed and a conclusion was given. The question of research in this thesis is: Which conservative treatment is best for posterior ankle impingement in female ballet dancers?

Method:

PubMed, Cochrane, Ajronline and Science-direct were used as search engines. Search keywords were defined according to PICO. 26 studies were included to answer the research question. Books of dance medicine were included, too.

Results/ Conclusion:

A PIA can have osseous or soft tissue causes. In both cases, conservative treatment is required. Nonsteroid injections, modification of plantar-flexion and strengthening of the lower leg muscles are necessary. It is very important to analyse lacks in dance technique, like insufficient leg alignment plantar-flexion or not enough use of the deep lower leg muscles. All of these are possible causes of PIA and should be carefully treated with physiotherapy. If there is no release of symptoms through conservative treatment, you have to think of an osseous cause of PIA. In that case operative treatment is eventually indicated.