Titelaufnahme

Titel
Ökonomisches Bückverhalten bei PatientInnen mit Low Back Pain als physiotherapeutische Maßnahme in der Tertiärprävention - Eine empirische Erhebung
Weitere Titel
Ergonomic lifting as a physiotherapeutical intervention in the context of tertiary prevention among patients with Low Back Pain - an empirical study
VerfasserSteinhauser, Martina
GutachterLuschin, Simone
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gesundheitsförderung und Prävention / Tertiärprävention / Ökonomisches Bückverhalten / Unspezifischer Rückenschmerz / Kurzentrum
Schlagwörter (EN)Health promotion and prevention / Tertiary prevention / Ergonomic lifting / Low Back Pain / Health resort
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

ZUSAMMENFASSUNG

Das Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, zu untersuchen, ob eine einmalige Schulung von Ökonomischen Bückverhalten einen Einfluss hat auf die Schmerzintensität bei PatientInnen mit Low Back Pain.

Hintergrund: Die vorliegende Arbeit fällt thematisch in den Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. In einer anfangs theoretischen Abhandlung werden die wichtigsten Definitionen in diesem Kontext bearbeitet und weiterführend der Begriff Low Back Pain genau definiert. Im Zuge dessen wird erläutert, inwiefern physiotherapeutische Interventionen im Rahmen der Tertiärprävention den Schmerzzustand bei Low Back Pain verbessern können. Eine wichtige Rolle dabei spielt das richtige Verhalten beim Bücken, Heben und Tragen im Alltag, daher wird abschließend der aktuelle Forschungsstand zu diesem Thema erhoben. Dieses Hintergrundwissen stellt die Grundlage der nachfolgend durchgeführten empirischen Forschungsarbeit dar.

Methodik: Bei der durchgeführten Forschungsarbeit handelt es sich um eine „Controlled-trial-Studie“, die mittels einer Interventions– und Kontrollgruppe in einem Salzburger Kurzentrum durchgeführt wird (n=69). Die ProbandInnen der Interventionsgruppe (n=34) erhalten einen einmaligen Workshop zum Thema Ökonomisches Bückverhalten, hier wer-den sowohl theoretische Inhalte präsentiert, als auch praktische Übungen gezeigt. Die Kontrollgruppe (n=35) hingegen erhält ausschließlich das vorgegebene Therapieprogramm des Hauses. Primary Outcome ist der subjektive Rückenschmerz, der in beiden Gruppen zweifach, zu Beginn des Kuraufenthaltes und vier Wochen nach der Abreise, mittels einer Visuellen Analogskala erfragt wird.

Hauptergebnisse: Die statistische Berechnung ergibt, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen gibt. Die einmalige Schulung von Ökonomischem Bückverhalten hat daher keinen positiven Einfluss auf die Schmerzintensität bei Low Back Pain.

Schlussfolgerung: Aufgrund der großen Stichprobe weist diese Untersuchung eine hohe wissenschaftliche Relevanz auf und ermöglicht, Rückschlüsse auf eine noch größere Population zu ziehen. Daher sollten die in dieser Studie angeführten Interventionen bezüglich ihrer Wirkung und Relevanz kritisch hinterfragt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACT

The aim of this bachelor thesis is to investigate whether a onetime training course of ergonomic lifting has an effect on the intensity of pain among patients with Low Back Pain.

Background: This thesis deals with health promotion and prevention. In an introductory theoretical discourse the most important terms in connection with this issue are described, followed by a correct definition of Low Back Pain. In this context it is illustrated to what extent a physiotherapeutical intervention in the context of tertiary prevention can improve the intensity of Low Back Pain. With this in mind the right posture during stooping, lifting and carrying in daily life-activities plays the most important role, therefore the current state of research is finally described. This background knowledge represents the basis of the following empirical study.

Methods: This ongoing study shows the design of a “controlled-trial-study“, which is implemented with an intervention group and a control group in a health resort in Salzburg (n=69). The probands of the intervention group (n=34) receive a onetime workshop on the subject of ergonomic lifting, in which theoretical inputs on the one hand and practical ex-ercises on the other hand are presented, whereas the control group (n=35) receives the given therapeutical program of the health resort only. The primary outcome is defined as the subjective back pain, which is inquired twice in both groups through a visual analogue scale, at the beginning of the stay in the health resort and four weeks after departure.

Main results: The statistical computation proves that there exists no significant difference between the two groups. Therefore a onetime workshop of ergonomic lifting has no positive effect on the intensity of pain among patients with Low Back Pain.

Conclusion: Because of the large sample group this investigation shows a high scientific relevance and enables the researcher to draw inferences about a still larger population. As a consequence the main interventions the study describes should be questioned critically regarding their effect and relevance.