Bibliographic Metadata

Title
Schmerzen und Compliance am Bildschirmarbeitsplatz
Additional Titles
Pain and Compliance at the Display Work Station
AuthorTaibel, Stefan
Thesis advisorLuschin, Simone
Published2014
Date of SubmissionJune 2014
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)muskuloskelettale Schmerzen / Compliance / Prevalent / Ergonomie / Arbeitsplatzergonomie / Computerarbeitsplatz / Bildschirmarbeit / Therapietreue / Pausengestaltung / Prävention / betriebliche Gesundheitsförderung
Keywords (EN)prevalence / musculosceletal pain / ergonomic / office ergonomics / office work / computer work / compliance / work rest / prevention / workplace health promotion
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund

Lang anhaltende statische Belastungen in einer sitzenden Position wie bei Bildschirmtä-tigkeiten führen zur Überbeanspruchung von Körperstrukturen und äußern sich in Form von muskuloskelettalen Schmerzsyndromen. Eine Lösung für diese Probleme liegt in ver-haltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen. Ziel dieser Arbeit ist erstens die Häufigkeit der entstehenden Schmerzsyndrome und zweitens die Compliance von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der selbständigen Umsetzung von verhaltens- und verhält-nispräventiven Maßnahmen zu erheben.

Methodik

Die empirische Untersuchung wurde mittels zweier schriftlicher Befragungen und einer quantitativen Forschungsmethode durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 23 Personen, die eine sitzende Bildschirmtätigkeit im Mindestausmaß von 30 Wochenstunden ausüben. Zu Beginn der Studie gab es die erste Befragung, womit die Schmerzbeschwerden erhoben wurden, und einen Workshop mit Inhalten zum Thema „Arbeitsplatzergonomie und aktive Pausengestaltung“. Nach einem achtwöchigen Interventionszeitraum wurde mit einer zweiten Befragung die Compliance bei der selbständigen Umsetzung erhoben.

Ergebnisse

Die Auswertung der häufigsten muskuloskelettalen Schmerzsyndrome, die während der Ausübung von sitzender Bildschirmtätigkeit auftreten, ergab folgende Reihenfolge der Häufigkeit von Schmerzlokalisationen: Nackenbereich an erster, thorakaler Rückenab-schnitt an zweiter, lumbosakralglutealer Rückenabschnitt an dritter und Schulterbereich an vierter Stelle. Die Erhebung der Compliance zeigte, dass 87% der Personen mehr als die Hälfe der Maßnahmen umsetzten, wobei die Compliance bei der Umsetzung von ver-hältnispräventiven Maßnahmen über 50% betrug und bei den verhaltenspräventiven unter 50% lag.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zeigen eine vermehrte Häufigkeit von muskuloskelettalen Schmerzsyn-dromen, die aufgrund von einseitigen Belastungen und zwangsbedingten Fehlhaltungen bei sitzender Bildschirmtätigkeit entstehen dürften. Des Weiteren konnte festgestellt werden, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einem Großteil compliant sind bei der Umsetzung von präventiven Maßnahmen. Allerdings wurde auch deutlich, dass die Be-reitschaft, Verhältnisse anzupassen, weit größer ist, als das eigene Verhalten zu ändern.

Abstract (English)

Background

Long-lasting static physical loading due to a sitting position as in the case of working with a computer leads to overstrain of the body and becomes apparent as musculoskeletal pain syndromes. Taking measures like changing one’s own behaviour and/or situation presents a solution for these problems. The objective of this paper is, first, ascertaining the frequency of the developing pain syndromes and, second, the compliance of employees with the autonomous implementation of the above mentioned measures.

Methods

The empiric study was carried out with two paper-and-pencil interviews and a quantitative research method. The sample comprised 23 people with a sedentary occupation in front of a computer for at least 30 hours per week. At the beginning of the study, the first inter-view through which the medical conditions were determined as well as a workshop on the subject of “workplace ergonomy and active form/organisation of recreation” took place. After an eight-week intervention period, the compliance with the autonomous implementa-tion was verified through a second interview.

Results

The analysis of the most frequent musculoskeletal pain syndromes resulting from sedating activities in front of a screen revealed the following sequence of frequent pain localisa-tions: first, neck area, second thoracic spinal segment, third, lumbosacral gluteal spinal segment, and, fourth, shoulder region. The verification of the implementation of measures concerning the change of situation encompassed above 50% and the measures concern-ing the change of behaviour below 50%.

Conclusion

The results show an increased frequency of musculoskeletal pain syndromes that may occur due to the one-sided physical loading and, as a consequence, false posture during sedating activities in front of a screen. Furthermore, it was ascertained that employees are compliant with the implementation of preventative measures for the most part. However, it also became apparent that the willingness of adjusting conditions is far greater than that of changing one’s own behaviour.