Titelaufnahme

Titel
Wie könnte ein von PhysiotherapeutInnen durchgeführtes Skoliosescreening in Anlehnung an Modelle aus Kalifornien und Missouri in Österreich aussehen?
Weitere Titel
How could a Scoliosis- screening- program in style of Californian and Missourian types, executed by physiotherapists, look like in Austria?
VerfasserWild, Hanna
Betreuer / BetreuerinSchume, Claudia
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Idiopathische Skoliose / Screening / Früherkennung der Skoliose / Skoliose- Screnningprogramm / Schulärztliche Untersuchung
Schlagwörter (EN)idiopathic scoliosis / screening / early detection of scoliosis / scoliosis screeningprogram / school examination
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Aufgrund der Tatsache, dass heutzutage wenig Forschung auf dem Gebiet der Früherkennung der Idiopathischen Skoliose in Österreich betrieben wird, und der nicht primär auf die Erkennung einer Skoliose ausgerichteten schulärztlichen Untersuchungen wurde im Zuge dieser Bachelorarbeit versucht, herauszufinden, ob Skoliosescreenings in Anlehnung an Modelle aus Kalifornien und Missouri in Österreich etablierbar sind und ob diese auch von Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen durchgeführt werden könnten.

Methodik: Als Methode der Wahl, mit der versucht wurde, auf diese Thematik einzugehen, stellte sich ein semistrukturiertes Interview heraus. Es wurden drei Interviews mit Personen aus drei unterschiedlichen Berufsgruppen, nämlich einer Physiotherapeutin, einer Schulärztin und einem Orthopäden, durchgeführt, da sie als Vertreter und Vertreterinnen dieser Berufsgruppen eine wichtige Rolle bei der Durchführung von Skoliosescreenings an Schulen spielen könnten. Die Interviews wurden transkribiert und ausgewertet, in dem sie zusammengefasst und inhaltlich gegenübergestellt wurden.

Hauptergebnisse: Es konnte festgestellt werden, dass der dringende Bedarf nach der Etablierung von Skoliosescreenings in Anlehnung an die Modelle aus Kalifornien und Missouri in Österreich nicht vorhanden ist. Eine Untersuchung, welche auf die Erkennung einer Skoliose abzielt, sei bereits in eine schulärztliche Untersuchung integriert. Die Problematik die an dieser Stelle aufkommt, ist die Tatsache dass viele Untersuchungen aufgrund von Zeitmangel nicht adäquat durchgeführt werden und demnach Skoliosen übersehen werden. Aufgrund der Tatsache, dass nicht detailliert auf die amerikanischen Modelle eingegangen wurde, konnte nicht herausgefunden werden, wie man ein Screening in Österreich gestalten könnte. Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen sollten weiterhin eher bei der späteren Behandlung von Skoliosen eine tragende Rolle spielen, da die Diagnosestellung- und somit die Früherkennung der Ärzteschaft obliegt.

Schlussfolgerung: Schlussfolgernd kann festgestellt werden, dass die Etablierung von Skoliosescreenings in Anlehnung an Modelle aus Kalifornien und Missouri in Österreich einerseits wünschenswert, aber nicht dringend notwendig ist und diese nicht von Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen durchgeführt werden sollten.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Context: Due to the fact that there is a lack of evidence based research on early detection of idiopathic scoliosis in Austria, this work should help to find out, whether an establishment of scoliosis screening programs in style of Californian or Missourian types, is possible in Austria and whether those could be executed by physiotherapists. Another reason for that is the fact that the inspection of pupils, conducted by school physicians, nowadays is not primary aimed to identify scoliosis or scoliotic deformities of children.

Trial: The method of choice for this purpose was a semi structured interview, done with three persons of three different occupational categories, which might play a central role at the execution of school- scoliosis- screenings in Austria: a physiotherapist, a school physician and an orthopedist. The interviews were summarized and analyzed with regard to contents.

Main results: In the course of the interviews could be found out that there is not a urgent need for an establishment of scoliosis screening programs in Austria because the identification of scoliosis or other orthopedic pathologies is already a part of the inspections done by school physicians- the problem is the lack of time and thereby low qualitative inspections where underdiagnoses of scoliosis is a result.

Furthermore, physiotherapists should continue concerning themselves with the adequate therapy of scoliosis- diagnosed kids, teens or grownups. Medical fraternity should be responsible for the diagnostic of scoliosis.

Conclusion: As said before, scoliosis- screening programs, such as types of California or Missouri are preferable in Austria on the one hand but not urgently needed. Physiotherapists should furthermore play a role in treatment and therapy of scoliosis- diagnosed patients. It could not be found out how a screening program might look like in Austria because none of the interview partners responded to any of the American screening programs in detail.