Titelaufnahme

Titel
Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle 2012
Weitere Titel
Amendment of Administrative Jurisdiction 2012
VerfasserHainböck, Ralph
GutachterLevnaic-Iwanski, Leo
Erschienen2015
Datum der AbgabeMai 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Instanzenzug / Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle / Verwaltungsgerichtsbarkeit / Verwaltungsgericht / Verwaltungsrecht
Schlagwörter (EN)stages of appeal / amendment of administrative jurisdiction / administrative jurisdiction / administrative court / administrative law
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle 2012 sowohl auf die begehrende Partei im Verfahren als auch die Bedeutung für die Recht sprechenden neu installierten Institutionen wie Landes- und Bundesverwaltungsgerichte und beurteilt gegenüber der Rechtssituation bis zum 01.01.2014, ob diese umfassende Änderung der Gesetzeslage von der jeweiligen Seite zu begrüßen ist.

Für BauingenieurInnen kommen mit dieser Novelle wesentliche Neuerungen:

In jedem Bundesland werden Landesverwaltungsgerichte eingerichtet, auf Bundesebene ein Bundesverwaltungsgericht und ein Bundesfinanzgericht installiert (sogenanntes „9+2 Modell“).

Stand der Verfahrenspartei bisher das Rechtsmittel der Berufung gegen einen Bescheid einer Bau- oder Gewerbebehörde zur Verfügung, besteht nun die Möglichkeit der Beschwerde an das jeweils zuständige LVwG. Durch diese Einführung einer gerichtlichen Instanz zwischen Verwaltungsbehörde und VwGH wurde vom Gesetzgeber im Verwaltungsverfahren zusätzliche Rechtssicherheit gewährleistet. Die Zugangsvoraussetzungen zu diesen Gerichten sind wie auch die nach Zustellung des erstinstanzlichen Bescheids einzuhaltenden Fristen bürgerfreundlich gestaltet und nehmen durch den Entfall einer Anwaltspflicht die branchenübliche Hemmung, das zur Verfügung gestellte Rechtsmittel auch tatsächlich zu nutzen.

Durch die zusätzliche Instanz und den bisher nicht in allen Bundesländern umgesetzten Entfall des Instanzenzuges in der Verwaltung kommt es allerdings bei Ausschöpfung aller zur Verfügung stehender Rechtsmittel zu möglicherweise massiven Verzögerungen im Verfahren.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis is to investigate the effects of the Amandment of Administrative Jurisdiction 2012 to both the party requesting an approval, as well as the newly invested institutions such as Federal State Administrative Courts and State Adminsitrative Courts. It also assesses if this comprehensive amendment of the legislation is to be welcomed by either side against the legal situation until the end of 2013.

Major innovations for civil engineers come up with this amendment, in any federal state, Federal State Administrative Courts are set up, at federal level, the Federal Administrative Court and a Federal Financial Court are being installed (so called "9 +2 model"). With the introduction of an additional judicial authority between the administrative authority and the Administrative Court additional legal security is guaranteed by law.

The entry requirements for these courts are designed citizen-friendly. Due to the absence of a requirement to be represented by a lawyer, there is no inhibition to actually use this appeal, as it would be common among construction engineers. Because of this additional instance and by the lack of elimination of all channels of appeal in the administration throughout all federal states in Austria, however it may come to delays in the process, if all legal remedies available are being exhausted.