Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung supranukleärer Augenbewegungen im Säuglings- und Kleinkindesalter und Aspekte zur congenitalen okulomotorischen Apraxie
Weitere Titel
The development of supranuclear eye movements in infancy and aspects to the congenital ocolomotor apraxia
VerfasserBischanka, Julia Anna
Betreuer / BetreuerinZechmeister, Renate ; Hirmann, Elisabeth
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Congenitale okulomotorische Apraxie / Folgebewegungen / Optokinetischer Nystagmus / Supranukleäre Augenbewegungen / Sakkaden / Vestibulookulärer Reflex
Schlagwörter (EN)congenital ocularmotor apraxia / following eye movement / optokinetic nystagmus / saccades / supranuclear eyemovement / vestibular ocular reflex
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung supranukleärer Augenbewegungen im Säuglings- und Kleinkindesalter, sowie Aspekten der congenitalen okulomotorischen Apraxie.

Supranukleäre Augenbewegungen: Zu den supranukleären Augenbewegungen gehören: Sakkaden (rasche Blickzielbewegungen), Folgebewegungen, der optokinetische Nystagmus und der vestibulookulare Reflex. All diese Augenbewegungen können von OrthoptistInnen geprüft werden. Bei der Überprüfung der Augenbewegungen von Säuglingen sind einige Besonderheiten zu beachten und ein sensibles Vorgehen von großer Bedeutung.

Congenitale okulomotorische Apraxie: Die congenitale okulomotorische Apraxie ist ein spannendes Krankheitsbild. Betroffene Säuglinge sind nicht in der Lage Sakkaden auszuführen und werden daher in den ersten Lebensmonaten fälschlicherweise oft für blind gehalten. Nach einigen Monaten entwickeln Säuglinge mit einer congenitalen okulomotorischen Apraxie eine kompensatorische Kopfschleuderbewegung.

Methode: Die methodische Vorgehensweise dieser Arbeit basiert großteils auf einer Literaturrecherche, welche in strabologischer sowie ophthalmologischer Fachliteratur durchgeführt wurde. Außerdem wurden 14 Fallbeispiele einer orthoptischen Einrichtung zum Krankheitsbild der congenitalen okulomotorischen Apraxie bearbeitet und ausgewertet.

Ergebnisse: Im Zuge der Literaturrecherche zu dem Krankheitsbild congenitale okulomotorische Apraxie wurden der früheste Diagnosezeitpunkt und die zusätzlichen nicht okulären Pathologien ausfindig gemacht. In der Literatur wird der fünfte Lebensmonat als frühest möglicher Diagnosezeitpunkt, der congenitalen okulomotorischen Apraxie angegeben. Bei Bearbeitung der Fallbeispiele wurde der achte Lebensmonat als frühester Diagnosezeitpunkt ermittelt. Zu den zusätzlichen Symptomen werden in der Literatur cerebrale Fehlbildungen und kognitive Retardierung genannt. Anhand der PatientInnenbeispiele konnten zwar nicht die gleichen cerebralen Fehlbildungen, welche in der Literatur angeführt werden, nachgewiesen werden, es konnten jedoch andere cerebrale Fehlbildungen und kognitive Retardierung in einigen Fällen ausgemacht werden. Außerdem wurden die orthoptischen Stati, welche bei den 14 PatientInnenbeispielen erstellt wurden, ausgewertet.

Diskussion: In dem Kapitel Diskussion werden noch einmal der frühest mögliche Diagnosezeitpunkt, die zusätzlichen Symptome, welche in Literatur und anhand der Fallbeispiele gefunden werden konnten, und die Auffälligkeiten des orthoptischen Status bei Kindern mit congenitaler okulomotorischer Apraxie thematisiert. Des Weiteren vertritt die Autorin der Arbeit in diesem Kapitel ihre eigene Meinung.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the development of supranuclear eye movement in infancy, plus aspects of congenital ocular apraxia.

Supranuclear eyemovements: supranuclear eye movements include: saccades (fast eye movement), following eye movement, optokinetic nystagmus and vestibular ocular reflex. All these eye movements can be judged by an orthoptist. At the examination of the eye movements in infants some specifics are to be considered, additionally advanced sensitivity of special importance.

Congenital ocular apraxia: Congenital ocular apraxia is an exciting clinical picture. Concerned infants are not able to perform saccades. Therefore they are untruly considered to be blind in their first months of life. After a few months the infants, who suffer from congenital ocular apraxia, develop a compensatory head-throwing-movement.

Method: The methodic approach of this thesis bases to a main part on literature research, which has been performed in strabologic and opthalmologic specialized literature. Furthermore 14 case studies of an orthoptic facility were arranged and evaluated in relation to the clinical picture of congenital ocular apraxia.

Results: The literature research concerning congenital ocular apraxia the earliest time of diagnosis and added non ocular pathologics were found. In literature the fifth month of life is the earliest time of diagnosis congenital ocular apraxia. By the adaption of the case studies the eighth month of life was determined as the earliest moment of diagnosis. For the added symptoms in literature retardation and cerebral dysplasia are mentioned. It was not possible to establishe the cerebral dysplasia, which is mentioned in literature on the base of the 14 case studies, but other cerebral dysplasias and cognitive retardation were found in some case studies. Furthermore the orthoptic status, which have been developed at the 14 case studies, were elaborated.

Discussion: In this chapter the earliest moment of diagnosis, added symptoms, which are found in literature and in the case studies and the abnormality the orthoptic status in children with congenital ocular apraxia is picked out as the central topic. Moreover the author of this thesis advances her personal opinions.