Titelaufnahme

Titel
Neu hören lernen – Prosodische Leistungen bei postlingual ertaubten CI-Trägerinnen und CI-Trägern
Weitere Titel
Learning to hear – Prosodic performance in postlingually deafened cochlear implant users
AutorInnenNovotny, Lena
GutachterBruner, Renate
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Cochlea Implantat / postlingual / neurologische Plastizität / Prosodie
Schlagwörter (EN)Cochlear Implant / postlingual / Neuroplasticity / Prosody
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit „Neu hören lernen – Prosodische Leistungen bei postlingual ertaubten CI-Trägerinnen und CI-Trägern“, zur Erlangung des Titels Bachelor of Science in Health Studies, befasst sich mit der Verarbeitung von Sprache bei postlingual ertaubten Trägerinnen und Trägern von Cochlea Implantaten (CIs), mit besonderem Fokus auf die Prosodie.

Der durch das CI stark veränderte auditive Reiz muss erst zu dekodieren gelernt werden. Dank Prozessen der neurologischen Plastizität zeichnen sich Lernvorgänge in der Verarbeitung von Sprache, korrelierend mit der Tragedauer des Gerätes, ab.

Die verschiedenen akustischen Informationen, die der prosodischen Dekodierung von Sprache dienen, sind auf Grund der Rahmenbedingungen, welche durch das Gerät gegeben sind, unterschiedlich stark eingeschränkt. Besonders stark betroffen ist hierbei die Übertragung und folglich die korrekte Erkennung von Frequenzen und Frequenzbewegungen. Um diese dekodieren zu können, müssen sich CI-Trägerinnen und CI-Träger besonders auf zeitliche Muster und Veränderungen in kanalübergreifenden Stimulationsmustern verlassen. Hierbei handelt es sich also um eine neue Art des Hörens und es wird angenommen, dass erst durch gezielte Rehabilitation ein maximaler Benefit durch das Gerät erzielt werden kann. Davon ausgehend gilt es praktisch - therapeutische Überlegungen anzustellen, wie die logopädische Arbeit mit dieser Personengruppe zu gestalten ist, um möglichst gute Ergebnisse durch das CI zu erzielen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper, submittet to obtain the Bachelors degree of Science in Health Studies, called ''Learning to hear – Prosodic performance in postlingually deafened cochlear implant users“, studies the processing of language in postlingually deafened cohlear implant (CI) users with a focus on prosodic performances.

The auditory information presented by the CI ist strongly degraded and therefore users have to learn to decode it. Due to effects of neuroplasticity, a learning process has been reported to correlate with the duration of implantaion.

The different acoustic cues, contributing to the prosodic decoding of language are restricted by the technical limitations of the CI to different extents. Most affected is the correct decoding of pitch and it was found that temporal patterns and changes in channel interactions play a significant role to overcome these limitations. Hence it is a new kind of hearing and it is assumed, that additional rehabilitation after implantation is needed to maximize the benefit of the implant device. Based on the results presented in this paper, it remains to think about how targeted auditory training and the logopedic work with CI users have to be designed to obtain the greatest benefit possible.