Titelaufnahme

Titel
Soziale Arbeit im feministischen und interkulturellen Kontext. Eine Untersuchung zu Theorie und Praxis in Wiener Frauenorganisationen
Weitere Titel
Social Work in a feminist and intercultural context. A study of theory and practical work in Viennese women's organizations.
VerfasserWeber, Marlene
Betreuer / BetreuerinFröschl, Elfriede
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Feminismus / Interkulturalität / Frauenorganisation / Kultur / Interkultureller Feminismus
Schlagwörter (EN)feminism / intercultural / women's organisations / culture / intercultural feminism
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die folgende Arbeit befasst sich mit Feminismus, Kultur und Interkulturalität in frauenspezifischen Sozialeinrichtungen in Wien. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie Theorien und Konzepte in eben diesen Themenbereichen (Feminismus, Kultur und Interkulturalität) von Mitarbeiterinnen verschiedener Einrichtungen der Wiener Frauenarbeit verstanden werden und wie diese in ihre praktische Tätigkeit einfließen. Die Arbeit setzt sich aus einem theoretischen und einem empirischen Teil zusammen. Im Theorieteil werden die oben genannten Themenkomplexe beleuchtet und in Zusammenhang mit Sozialer Arbeit gestellt. Der empirische Teil ist die Auswertung und Interpretation der Interviews, die von den Autorinnen mit Mitarbeiterinnen von frauenspezifischen Einrichtungen in Wien geführt wurden.

Zwar setzen sich die meisten Klientinnen nicht auf einer theoretischen Ebene mit dem Konzept des Feminismus auseinander, jedoch prägen patriarchale Strukturen ihr tägliches Leben. Daher ist Feminismus vor allem in der Sozialen Arbeit mit Frauen ein notwendiges Leitprinzip, um Klientinnen darin zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Kultur und Interkulturalität sind als Theorien sehr variabel und fließend. Besonders der Kulturbegriff wird von den Interviewpartnerinnen unterschiedlich definiert und verwendet. Es geht auch hier nicht um theoretische Auseinandersetzungen, die in der praktischen Arbeit zwischen Mitarbeiterinnen und Klientinnen geführt werden, sondern um abstrakte Komponenten, die Einflussmöglichkeiten in politischen und gesellschaftlichen Prozessen für Klientinnen beschränken, welche nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft sind. Es gibt dabei Einschränkungen, die die Soziale Arbeit mit Migrantinnen erheblich erschweren. Gesetzliche, politische und budgetäre Grenzen bedeuten für die Interviewpartnerinnen in ihrer Arbeit mit Migrantinnen viel größere Schwierigkeiten als kulturelle oder persönliche Unterschiede und Problemlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

The following paper is about feminism and interculturalism in Viennese women’ssocial service institutions. Its focus lies on how feminist and intercultural theories can be included and carried out by social workers in their daily practical experience. The paper consists of two parts: The first part is an overview on relevant theories (feminism, feminist social work, interculturalism, intercultural social work, and intercultural feminism). The second part is the outcome of expert-interviews the authors conducted with employees in women’s social service institutions in Vienna.

Feminism is the core of empowering social work with women. The interviewees made clear that it plays an important role in their work, but there is not only one way of understanding and implementing feminist ideas. Most of the women they are working with do not deal with feminism on a theoretical level, but are certainly affected by patriarchal social standards in their daily life. Culture is a very vague and fluent concept. Similar to the relevance of feminism in the clients’ lives, culture and interculturalism are not obvious influences to many of them. But the importance of whether or not one is part of the cultural majority is undeniable. It strongly affects the client’s and the social worker’s possibilities. Societal, legal and organizational limits are far bigger obstacles to the support of migrant clients than personal differences or cultural misunderstandings.