Titelaufnahme

Titel
Tachykarde supraventrikuläre Arrhythmien- Behandlung des Wolff-Parkinson-White Syndroms und der AV-Knoten-Reentrytachykardie mittels Katheterablation
Weitere Titel
Supraventricular Tachycardia- Treatment of Wolff-Parkinson-White syndrom and Atrioventricular Nodal Reentrant Tachycardia by use of catheter ablation
VerfasserEbner, Sophie
Betreuer / BetreuerinStarkbaum, Maria
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Wolff-Parkinson-White Syndrom / AV-Knoten Reentrytachykardie / Katheterablation / Koronarangiographie / Cryoablation / Radiofrequenzablation / Tachykarde supraventikuläre Arrhythmie
Schlagwörter (EN)Wolff-Parkinson-White syndrome / Atrioventricular Nodal Reentrant Tachycardia / catheter ablation / coronary angiography / cryosurgery / radiofrequency catheter ablation / supraventricular tachycardia
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist, die Behandlung des Wolff-Parkinson-White Syndroms und der AV-Knoten-Reentrytachykardie mittels Katheterablation zu beschreiben. Die Unterschiede der Entstehung der beiden Arrhythmien werden aufgezeigt und die Behandlungen zur Erzeugung eines physiologischen Sinusrhythmus, in den verschiedenen Bereichen des Reizleitungssystems, beschrieben. Die Symptomatik und Diagnostik der beiden Arrhythmien wird zusätzlich erörtert. Es wird der Aufgabenbereich der Radiologietechnologinnen und der Radiologietechnologen(RT) erörtert und Komplikationen, welche während dem Eingriff auftreten können und deren Maßnahmen die ergriffen werden müssen werden behandelt.

Methode: Diese Literaturarbeit entsteht durch Recherche in medizinischen Datenbanken, wie PubMed, Cinhal, Skolar. Fachbücher und ausgewählte Studien werden zusätzlich herangezogen.

Ergebnisse: Der Unterschied zwischen der AV-Knoten-Reentrytachykardie(AVNRT) und dem Wolff-Parkinson-White Syndrom(WPW-Syndrom) besteht darin, dass sich bei der AVNRT die zusätzliche Leitungsbahn innerhalb des AV-Knotens befindet, und bei dem WPW-Syndrom die zusätzliche Leitungsbahn außerhalb des AV-Knotens liegt. Damit die beiden Arrythmien unterbunden werden, müssen die akzessorischen Leitungsbahnen verödet werden. Zudem wird der Ablationskatheter bei der AVNRT im unteren Vorhof paraseptal am Trikuspidalklappenring im Bereich des ostiums des Coronarvenensinus positioniert und die langsam leitende Bahn abladiert. Bei dem WPW-Syndrom hingegen wird die rechtsseitige akzessorische Leitungsbahn oberhalb der Klappe und des Trikuspidalklappenringes lokalisiert und abladiert. Die Rate der schwerwiegenden Komplikationen liegt bei etwa 2% und die Rate der tödlichen Zwischenfälle bei 0,05%-0,1% und ist somit ein sehr sicheres Verfahren zur Behandlung supraventrikulärer Tachykardien. Der Aufgabenbereich der RT ist in erster Linie die sterile und technische Assistenz und die Patientenüberwachung.

Schlussfolgerung: Der Katheterablation ist heutzutage ein großer Stellenwert zuzuschreiben und ist bei supraventrikulären Tachykardien die Methode der ersten Wahl. Obwohl es sich hierbei um einen invasiven Eingriff handelt, ist die Rate der schwerwiegenden Komplikationen sehr gering und diese Methode ist als äußerst sicher zu betrachten. Im Gegensatz zu einer medikamentösen Therapie wird durch die Katheterablation die Ursache therapiert und nicht die Symptome.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to describe the treatment of Wolff-Parkinson-White syndrome and AV nodal reentrant tachycardia by catheter ablation. The differences in the emergence of both arrhythmias are demonstrated and the treatments to produce a physiological sinus rhythm in the different areas of the conduction system are described. The symptoms and diagnosis of the arrhythmia is also discussed. The responsibility of radiology technologists, the complications that can occur during the procedure, and the actions that have to be taken are discussed.

Method: This reference work produced by research in medical databases such as PubMed, CINHAL, Skolar. Books and selected studies are also used.

Results: The difference between AV nodal reentrant tachycardia and Wolff-Parkinson-White syndrom is the location of the additional conduction. In AVNRT the additional conduction is located in the AV node, and wherein the WPW syndrom the additional conduction is located outside the AV node. In order that those arrythmias can be suppressed, the additional conduction has to be deserted. In the AVNRT the catheter is positioned in the lower court paraseptal on the tricuspid annular in the area of the orifice of the coronary sinus and ablates the slowly additional conduction. In the WPW syndrome, the catheter is positioned in the right-sided accessory pathway above the flap and the tricuspid annular. The rate of serious complications is about 2%, and the rate of fatal incidents is at 0.05% -0.1%, making it a very safe treatment of supraventricular tachycardias. The remit of the RT is primarily assistance and patient monitoring.

Discussion: Nowadays the catheter ablation takes on an important role and ist the method of first choice as regards supraventricular tachycardias. Although this is an invasive procedure, the rate of serious complications is very low and this method is to be regarded as extremely safe. In contrast to a drug therapy the cause of catheter ablation itself is treated and not the symptoms.