Titelaufnahme

Titel
Identitätskonstruktionen unter Zwang. Die Bedeutung von Erziehung und Gruppenarbeit im Jugendstrafvollzug.
Weitere Titel
Structure of Identity under compulsion. The Importance of education and social work in Groups especially for the youth in the penal system
VerfasserBrandl, Lina
GutachterPlaschka, Ulrike
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Adoleszenz / Erziehung / Gruppendynamiken / Identität / Identitätskonstruktion / Jugendstrafvollzug / Soziale Arbeit in Gruppen / Themenzentrierte Interaktion (TZI) / Zwang
Schlagwörter (EN)Adolescence / Education / Construction of Identity / Group dynamics / Identity / Identity under compulsion / Social work in Groups / Youth penal system
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Jugendphase gilt als prägende Zeit, wenn es um die Ausbildung und Festigung der Identität geht. Identität konstruiert sich sowohl über Selbst-, als auch über Fremdwahrnehmung. Dem Umfeld, das teils freiwillig gewählt, teils unfreiwillig zusammengestellt wird, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Gerade im Jugendstrafvollzug stellt sich demnach die Frage nach Unterstützungsmöglichkeiten bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, weil durch die Isolierung zur Außenwelt – insbesondere in Hinblick auf die Fremdwahrnehmung – eine besondere Situation gegeben ist. In dieser Arbeit werden deshalb die Fragen behandelt, welche Anforderungen die Haft an die Erziehung darin stellt und inwiefern die Arbeit in Gruppen einen positiven Beitrag dazu leisten kann. Besonders die Methode der themenzentrierten Interaktion (TZI) stellt hierbei eine gute Möglichkeit dar, da alle Gruppenmitglieder immer gleichrangig behandelt werden, die Gruppe sich über alle Mitglieder einschließlich deren Problemlagen und Defiziten definiert und Raum für Identitätserforschung und –konstruktion über Selbst- und Fremdwahrnehmung geschaffen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The adolescence is an essential and formative period of life, when it comes to the development and stabilisation of identity. Both, self-perception as well as the awareness of others, is important for the creation of identity. Regarding this, the personal environment, which is partly self-chosen, partly unintentionally arranged, plays an important role. Especially in the penal system of the youth, the question is posed, how the involvement with identity can be supported, as through the isolation from the outside world – notably in view of the awareness of others – a special situation is given. This thesis deals with the educational requirements while being imprisoned and is concerned with the question, how group work in this respect can make a positive contribution. An example therefore is the approach of the theme-centered Interaction, which concentrates on a group consisting of equally important members and includes their problems and deficits. In addition to this it provides a space for the exploration and development of identity with the help of self-perception and the awareness of others.