Titelaufnahme

Titel
Leben im „legalen Nichtstatus“ – Einblick in die Lebenssituation zwischen Ablehnung des Asylantrags, Abschiebung, Duldung und Legalisierung in Wien
Weitere Titel
Life in “legal non-status” – a glimpse into life between rejection of an asylum application, deportation, temporary status and legalisation in Vienna
VerfasserFieglmüller, Susanne
GutachterBernhart, Daniel
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Duldung / Asyl / Abschiebung / Irregularität / Undokumentiertheit / Illegalität / Grundversorgung / Armut / Sozialarbeit / Menschenrechte
Schlagwörter (EN)Temporary status / Asylum / Deportation / Irregular / Undocumented / Illegal / Basic amenities / Poverty / Social work / Human rights
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Geduldet werden – schon diese Formulierung macht es deutlich: Menschen, die in Österreich geduldet werden, sind weder willkommen noch haben sie ein Recht, in diesem Land zu sein.

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Lebenssituation von geduldeten Menschen nach § 46a im Fremdenpolizeigesetz 2005, dem Weg von einem rechtskräftig negativen Asylverfahren zur Duldung und aus der Duldung zur Legalisierung. Nach einer Einführung in die für die Duldung relevanten aufenthalts- und versorgungsrechtlichen Grundlagen wird aufgezeigt, welche Konsequenzen die Duldung als unrechtmäßiger Aufenthalt auf das Leben der Menschen hat, die geduldet werden (können). In Verbindung mit den Menschen- und Grundrechten und der ständigen Nähe zur Unrechtmäßigkeit werden die Bedeutung eines Identitätsnachweises, die Konsequenzen des fehlenden Zugangs zum Arbeitsmarkt und zur Bildung, die Armutsgefährdung trotz Grundversorgung, die Wohnmöglichkeiten, die medizinische Versorgung und die Belastung durch die Unplanbarkeit der Zukunft beleuchtet. Die Situation von Menschen auf dem Weg zur Duldung und während der Duldung wird schließlich in Beziehung zur Sozialarbeit als Menschenrechtsprofession gesetzt. Aus der Literaturrecherche, die dieser Arbeit zugrunde liegt, hervorgehende nötige Veränderungen, zu denen auch SozialarbeiterInnen ihren Beitrag geben, werden zusammenfassend dargestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

To be tolerated – this formulation makes it clear. People who have been granted the right to temporarily stay in Austria, are neither welcome nor do they have the right to be in this country.

This thesis deals with the lives of people who fall under Paragraph 46a of the Alien Police Act 2005 (Fremdenpolizeigesetz 2005), starting with the rejection of their asylum application, to being granted temporary status, and finally being given the right to legally stay in Austria.

After an introduction in the relevant laws and regulations relating to the granting of temporary status in Austria, the consequences of such a process on the lives of people will be presented.

In connection with fundamental human rights, and the close proximity to unlawfulness, the meaning of proof of identity, right to work or obtain a higher education, the dangers of poverty despite receiving basic amenities, access to medical care and the burden of not being able to plan a future will be closely looked at.

The situation of people who have been granted temporary legal status, and their journey to this point, will be set in relation to the social work as a human rights profession.

Finally, a summary of the relevant changes to pertinent aspects that emerged from all the research literature used, which forms the basis of this work will be given including the contributions that social workers can give.