Titelaufnahme

Titel
Kinder psychisch kranker Eltern - Auswirkungen und notwendige Ressourcen für Kinder psychisch kranker Eltern, für eine gelungene Entwicklung
Weitere Titel
Children of mentally ill parents - Impacts and necessary resources for children of mentally ill parents, for a successful development
VerfasserGrammelhofer, Iris
GutachterMayer, Werner
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bindung / Grundbedürfnisse von Kinder / psychische Erkrankungen / Entwicklungsstufen des Kindes / Bewältigungsstrategien / Kinder und Jugendhilfe / Resilienz- und Bewältigungsforschung
Schlagwörter (EN)Binding / Basic needs of children / Mental illness / Stages of development of the child / Coping strategies / Children and Youth Services / Resilience and coping research
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Kindern psychisch kranker Eltern. Die Beziehung und Bindung zu der Mutter findet bereits während der Schwangerschaft statt und bildet somit einen wichtigen Ausgangspunkt für die Mutter - Kind Beziehung. Leiden Mutter oder Vater an einer psychischen Erkrankung, so kann diese erhebliche Auswirkungen auf das kindliche Leben und dessen Entwicklung haben. Zuwendung und Fürsorge der primären Bezugspersonen sind bereits in den ersten Lebenstagen, Wochen und Monaten ausschlaggebend für die zukünftige Entwicklung des Kindes, für den Aufbau des Grundvertrauens und damit einhergehende zukünftige selbstständige und stabile Persönlichkeit. Kinder haben das Bedürfnis nach einer beständigen, liebevollen Beziehung, Sicherheit, individuellen Erfahrungen, entwicklungsgerechten Erfahrungen, Grenzen, Strukturen, stabilen, unterstützenden Gemeinschaften und nach einer sicheren Zukunft. Kinder durchlaufen im Laufe ihres jungen Lebens verschiedene Entwicklungsphasen, in welchen sie gefördert und unterstützt werden wollen. Auf Grund der psychischen Erkrankung können Eltern dies oft nur vermindert oder gar nicht leisten, mit dem Ergebnis, dass Kinder oft im Zuge ihrer Entwicklung mit Folgeproblemen zu kämpfen haben. Diese Kinder sind oft desorientiert, haben Schuldgefühle, haben das Gefühl mit niemanden über die Familienprobleme reden zu können, isolieren sich, haben mit weniger Aufmerksamkeit und Zuwendung zu ringen, fühlen sich für ihre Eltern verantwortlich, sind mit anderen zusätzlichen Aufgaben belastet und erleben einen Loyalitätskonflikt. Eltern scheuen sich oft auf Grund ihrer Erkrankung und deren einhergehenden Vorurteilen, sowie der Angst vor der Bevormundung und der Angst um das Sorgerecht ihrer Kinder, wichtige Hilfe für sie und ihre Kinder in Anspruch zu nehmen. Kinder reagieren auf diese komplexe Problematik ganz unterschiedlich und individuell, aber sie entwickeln ihre eigenen Bewältigungsstrategien, um mit dieser Situation fertig zu werden. Die Soziale Arbeit steht vor der Problematik, erst dann Hilfsangebote offerieren zu können, wenn diese Familien schon im Zuge einer Gefährdungsabklärung bekannt sind, da die wenigsten Betroffenen von selbst kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with children of mentally ill parents. The relationship and bond with the mother is already taking place during pregnancy and thus forms an important starting point for the parent - child relationship. Suffering mother or father from a mental illness, it can have a significant impact on these children's life and its development. Attention and care of the primary caregivers are already important in the first days, weeks and months crucial for the future development of the child, for the development of basic trust and associated future independent and stable personality. Children have the need for a stable, loving relationship, security, individual experiences, developmentally appropriate experiences, borders, textures, stable, supportive communities and for a secure future. Children go through in the course of their young lives during different development phases in which they will be encouraged and supported. On the basis of mental illness Parents can afford only reduced or not this often, with the result that children often have to fight in the course of its development with subsequent problems. These children are often disoriented, have feelings of guilt, feeling have to be able to talk to anyone about the family problems, isolate themselves, have to contend with less care and attention, to feel responsible for their parents, are other additional tasks loaded and experience a conflict of loyalty. Parents are often shy away due to their disease and its associated prejudices and fear to take important support for them and their children to claim against the paternalism and fear over the custody of their children. Children respond to this complex problem quite different and individual, but they develop their own coping strategies to deal with this situation. Social work is faced with the problem, only then to be able to offer support services, if these families are already known in the course of a hazard clarification, since few victims come by itself.