Titelaufnahme

Titel
Die Besonderheiten des Frauenstrafvollzuges. Sind Frauen gegenüber Männern im Strafvollzug strukturell benachteiligt?
Weitere Titel
The specifics of women's prisons. Are women compared to men in prison structurally disadvantaged?
VerfasserMann, Sandra
Betreuer / BetreuerinLehr, Bernhard
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Frauenkriminalität / Gleichberechtigung / Justizanstalt / Mutter-Kind-Abteilung / Bindungstheorie / Kindesentwicklung
Schlagwörter (EN)women's crime / equality / prison / mother-child department / attachment theory / child development
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund der niedrigen Zahlen von Frauenkriminalität wird wenig Raum geschaffen, in dem straffällige Frauen ihre Haftstrafen absolvieren können. Meist werden sie in Abteilungen der Justizanstalten für Männer untergebracht und müssen sich den Regeln und den eigens für Männer zugeschnittenen Konzepten im Vollzug anpassen. Doch Frauen haben andere Bedürfnisse und andere Hintergründe zu ihren Taten als Männer, was statistisch belegt wird. Häufig haben Frauen zum Strafantritt ein oder mehrere Kinder für die sie die Obsorge trugen und die sie beim Eintritt einer Inhaftierung für gewöhnlich zurücklassen müssen. Gibt es keine Angehörigen die während der Strafzeit der Mutter das Sorgerecht übernehmen, müssen diese Kinder fremd untergebracht werden. Um diese Umstände zu vermeiden, gibt es im Frauenstrafvollzug mehrere Lösungsansätze. Neben kindgerechten Vollzugsformen gibt es sogenannte „Mutter-Kind-Abteilungen“ die den Müttern ermöglicht, ihre Kinder bis zum Eintritt des dritten Lebensjahres mit in die Anstalt zu nehmen, um so einer frühkindlichen Mutter-Kind-Trennung entgegenzuwirken. Trotz der Tatsache dass ein Gefängnis kein geeigneter Ort für ein Kind ist, wird hier die Möglichkeit geboten die Bindung zwischen Mutter und Kind bestmöglich aufrecht zu erhalten und sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the low numbers of female criminality just little space is created in which female offenders can complete their prison sentences. Most of them are housed in departments of prisons for men and need to adapt the rules and tailored specifically for men concepts in the implementation. However, women have different needs and different backgrounds to their deeds than men, which is statistically proven. Women who have to go to jail, often have children. If there are no relatives who take custody during the penalty period of the mother, these children must be accommodated alien. To avoid this situation, there are several approaches in the women's prison. In addition to child-friendly forms of execution, there are so-called "mother-child departments" which allows mothers to take their children to the entry of the third year of life, with the institution of a more early childhood parent-child separation counteract. Despite the fact that a prison is not a suitable place for a child, here are given the opportunities, to maintain and to develope the bond between mother and child as good as possible under the given conditions.