Titelaufnahme

Titel
Rausch- und Risikokompetenz in der Suchtprävention
Weitere Titel
Inebriation and risk competence in the prevention of addiction
VerfasserRicci, Jorge- Emilio
GutachterBakic, Josef
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Rauschkompetenz / Risikokompetenz / Suchtprävention / risflecting
Schlagwörter (EN)inebriation competence / risk competence / prevention of addiction / risflecting
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit geht grundsätzlich der Frage nach, ob ein Angebot, welches einen drogeninduzierten Rausch in seiner Konzeption vorsieht, für die Suchthilfe sinnvoll ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass die bisherigen Angebote die emotionale Komponente von Rausch unbeabsichtigt lassen, weshalb keine umfassende Rausch- und Risikokompetenz vermittelt werden kann. Zur Beantwortung der Frage werden die Begriffe Risiko, Rausch, Sucht und Prävention erst erläutert und weiter in Verbindung gebracht. Dabei stellt sich heraus, dass die konventionelle Suchprävention eine Abstinenzorientierung aufweist, welche gegen die Funktionalität des Rausch- und Risikoverhaltens arbeitet. Als eine mögliche Lösung für dieses Problem wird das Konzept von risflecting ausführlich dargestellt, welches beansprucht nicht gegen dieses Verhalten zu arbeiten, sondern eine Optimierung und Kultivierung dessen zu bewirken. Daraufhin wird risflecting auf seine Möglichkeiten innerhalb der Suchtprävention untersucht. Dabei ergeben sich bei einer soziologischen Betrachtung ähnliche Probleme wie bei der konventionellen Suchtprävention, für ein Individuum scheint es jedoch Vorteile zu bringen. Aus den gesammelten Erkenntnissen lässt sich die anfängliche Frage schließlich damit beantworten, dass risflecting grundsätzlich positiv zu betrachten ist, die Relevanz jedoch in der aktuellen Konzeption genauer geklärt werden muss.

Zusammenfassung (Englisch)

This work questions, if an offer, in which a drug-induced inebriation is introduced, could be useful in the prevention of addiction. It is assumed that the recent offers do not consider the emotional component of inebriation, for which reason no inebriation and risk competence can be taught. To answer the question, the concepts of risk, intoxication, addiction and prevention are explained and further implicated. It turns out that conventional prevention of addiction has an abstinence orientation, which works against the functionality of the inebriation and risk behavior. As a possible solution to this problem, the concept of risflecting is presented in detail, which claimed not to work against this behavior, but to effect an optimization and its cultivation. Then risflecting is examined for its potential for the prevention of addiction. The results reveal on a sociological level similar problems as in conventional prevention of addiction, but for an individual it seems to be advantageous. From the collected findings, the initial question is finally answered so that risflecting is generally regarded positively. Its relevance, however, needs to be examined more detailed in its current design.