Titelaufnahme

Titel
Sind Eltern psychisch erkrankter volljähriger Kinder genau so betroffen wie die Erkrankten selbst? - Hilfekonzepte für Angehörige
Weitere Titel
Do parents have an equal level of emotional conflict as mentally ill adult dependents? - Concepts for helping relatives.
VerfasserWehrum, Anne
GutachterStangl, Michaela
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Psychische Erkrankung / Angehörige / Eltern / Hilfekonzepte / Selbsthilfegruppen / Psychoedukation
Schlagwörter (EN)mentally illness / relatives / parents / concepts for helping / self-help groups / psychoeducation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Ausgangsfrage, ob Eltern, die mit ihren psychisch erkrankten volljährigen Kindern zusammen wohnen, genau so betroffen sind, wie die Erkrankten selbst, kann mit einem 'Ja' beantwortet werden. Die Belastung tritt vielfältig durch innerfamiliäre Konflikte (zum Beispiel: Rollenveränderungen, Störungen des Alltags, fehlende Information über die psychische Krankheit etc.) und gesellschaftliche Stigmatisierung und Isolation auf. Die helfende Angehörigen werden immer mehr selbst zu Betroffenen, verspüren einen Leidensdruck und haben eigenen Hilfebedarf. Das Gesundheitssystem bietet ihnen für ihre eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend Hilfen an. Eine Information über Beratungsangebote für Angehörige findet nicht selbstverständlich statt. Aus der Behandlung, werden sie oft aufgrund der Schweigepflicht ausgegrenzt, ihre vorhandenen Ressourcen und deren alltägliche Betreuungsleistung werden somit kaum gewürdigt und eine Zusammenarbeit mit den Erkrankten, den BehandlerInnen und den Angehörigen gemeinsam findet meistens nicht statt. Zur Deckung des Hilfebedarfs von Angehörigen als Betroffene werden in der vorliegenden Arbeit verschiedene Konzepte, wie die Selbsthilfegruppe, der Trialog, Psychoedukation und die Beratung durch Soziale Arbeit vorgestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The bachelor thesis deals with the question of whether parents have the same level of emotional conflict as their mentally ill dependents; the answer found is yes. The strain develops with inter-familial conflicts (for example: change of roles, everyday troubles, lack of information in coping with mental illness…), societal labelling and isolation. The relatives providing help and care find their suffering increasing and this increases a demand for help. The health system fails to provide adequate support for their needs. Information regarding consultation offers for relatives of people with a mental illness are not forthcoming. As a result of their dependents age their often excluded from their children’s care due to patient confidentiality. Their everyday life of care-taking and their resources are rarely valued and there is little liaison between the mentally ill, their doctors, and the relatives. For helping relatives in a position of need this bachelor thesis consists of different approaches to help, such as; self-help groups, the “Trialog”, psychoeducation, and consulting with social workers.