Titelaufnahme

Titel
Die Reform „Heim 2000“ und ihre Auswirkungen auf die Fremdunterbringung heute.
Weitere Titel
"Heim 2000" – A Reform of residential Child Care in Vienna and its Effects for today
VerfasserWinkelhofer, Katharina
GutachterBakic, Josef
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kinder- und Jugendhilfe / Stationäre Fremdunterbringung / Heimreform
Schlagwörter (EN)Child Care / Residential Child Care
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Reformen in der Heimerziehung und deren Auswirkungen auf die Fremdunterbringungspraxis heute.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Reformversuche, die aber lange Zeit keine weitreichenden Veränderungen zur Folge hatten. In Österreich kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schließlich zu Protesten gegen die Heimunterbringungspraxis. In Wien startete in den 1990er Jahren die Reform „Heim 2000“. Dieses Projekt setzte sich zum Ziel die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen durch Strukturmaßnahmen zu modernisieren. Neben einer verstärkten Zeit- und Stadtteilorientierung wurden zahlreiche weitere Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Eine besonders erwähnenswerte Auswirkung der Reformen auf die heutige Fremdunterbringungspraxis ist die Einführung von Qualitätsstandards innerhalb der Organisationen. In diesem Kontext ist Qualitätssicherung durch interne und externe Kontrollen der Institutionen besonders wichtig.

Durch die Reformen der vergangenen Jahrzehnte kam es in der Kinder- und Jugendhilfe zu einer verstärkten Fokussierung auf Kinderrechte. Die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention hat im Rahmen der Fremdunterbringung eine besondere Bedeutung. Möglichkeiten zur Mitbestimmung stellen besonders im stationären Alltag eine Herausforderung dar. Die Kinder- und Jugendhilfe startete in den vergangenen Jahren bereits Projekte und Initiativen um Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Zusammenfassung (Englisch)

"Heim 2000" – A Reform of residential Child Care in Vienna and its Effects for today.

This thesis deals with the reform of the child education system in Vienna and its consequences for modern childcare. Since their development children’s homes were often criticised. Over decades people tried to reform the childcare system. It was not until the second half of the 20th century when a change was indicated by the activism of protestors.

In the 1990s – after some minor changes in the system – politics started a big reform called “Heim 2000”. The goal of this project was amongst others to develop a time-centred and location-centred placement of children and teenagers. Most importantly the initiators of “Heim 2000” wanted to modernise the Viennese childcare system.

An important consequence of the reform was the implementation of quality standards in residential child education. As a consequence, there needs to be some kind of quality assurance through regular inspections.

Today children’s rights are a very important issue, especially in residential childcare. Children and teenagers should be empowered to share their views and plan their own lives. Concerning the Viennese child care system, there are already some projects initiated to encourage the participation of children and teenagers in residential childcare.