Titelaufnahme

Titel
Soziale Gruppenarbeit im Zwangskontext am Beispiel der Straffälligenhilfe
Weitere Titel
Social Groupwork under Legal Compulsion Using the Example of Aid Given to Delinquents
VerfasserHanauer, Sabine
GutachterPlaschka, Ulrike
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Gruppenarbeit / Reaktanz / Systemtheorie / Themenzentrierte Interaktion / Zwangskontext
Schlagwörter (EN)social groupwork / reactant behaviour / system theory / theme-centred interaction / legal compulsion
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der Arbeit mit Straffälligen kommt die Methode der Sozialen Gruppenarbeit sowohl im Vollzug, als auch nach der Haft, beziehungsweise nach einer bedingten Verurteilung, zur Anwendung. Durch die Weisung eines Gerichtes kommt es zur Kontaktaufnahme mit den SozialarbeiterInnen. Dies stellt für alle Beteiligten einen Zwangskontext dar, der sich unter anderem in einem reaktanten Verhalten äußern kann. Darunter verstehen SozialpsychologInnen vor allem Ablehnung, Wut oder Resignation gegenüber der aktuellen Situation. Für die KlientInnen bedeutet dieses Verhalten allerdings auch einen gewissen Schutz – sie möchten damit ihre Freiheit beziehungsweise die Kontrolle wieder erlangen. Es obliegt nun der Gruppenleitung, wie sie auf ein solches Verhalten reagiert. Die Systemtheorie und die Themenzentrierte Interaktion sind dabei wichtige Haltungen, die von der Gruppenleitung eingenommen werden sollten, um Kommunikation und Veränderung zu ermöglichen. Auch die Transparenz und Rollenklarheit sollten seitens der SozialarbeiterInnen ernst genommen werden, da sie sowohl für sie selbst als auch für die KlientInnen Sicherheit darstellen und somit wesentlich zur Zielerreichung beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

While working with misdemeanants the method of social groupwork is being used in the prison regime as well as after the arrest or after a suspended conviction respectively. The contact with the social workers is established by court instruction. It is obligatory for all involved parties, which can cause, among other things, reactant behaviour. In a social-psychological context, this means especially denial, anger or resignation towards the present situation. This kind of behaviour is also meant to be a certain protection – the clients want to regain freedom and control of the situation. It falls to the group leaders how to react to such behaviour. The system theory and the theme-centred interaction are important attitudes to be adopted by the group leaders to facilitate communication and change. Social workers should treat transparency and role clarity as a serious matter as these two approaches represent safety for their clients as well as for themselves and contribute substantially to target achievement.