Titelaufnahme

Titel
Wie wir strafen. Kritische Betrachtung der Freiheitsstrafe
Weitere Titel
Our way of punishing people. A critical view on inprisonment.
VerfasserLeitner, Karin
Betreuer / BetreuerinKeil, Sylvia
Erschienen2015
Datum der AbgabeDezember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Strafe / Gefängnis / Wirkung / Kriminalpolitik / Kontroll- und Sicherheitsgesellschaft
Schlagwörter (EN)Punishment / Prison / Effects / Criminal policy / society of control and security
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Freiheitsstrafe als Strafform. Es soll der historische Kontext beleuchtet, sowie auf aktuelle Entwicklungen eingegangen werden. Ausgehend von der Hypothese, dass die Gefängnisstrafe nicht die gewünschte Wirkung zeigt, wird das Wegsperren als Strafe kritisch hinterfragt und anschaulich gemacht, dass härtere Strafen nicht zu einer Senkung der Kriminalitätsrate führen. Unsere Gesellschaft antwortet auf die Nichteinhaltung von Normen mit Repression. Dies soll alternativen Gedanken wie dem der wiedergutmachenden Gerechtigkeit oder dem Belohnungssystem gegenübergestellt werden. Obwohl die Zahl der inhaftierten Personen in Österreich seit 1975 stetig im Sinken begriffen ist, entwickelt sich gegenwärtig, ausgehend von den USA, ein umgekehrter Trend. Mit dem zunehmenden ökonomischen Einfluss auf die Kriminalpolitik geht eine neue Einsperrungslogik einher. Die Gefängnisse werden wieder voller. Die Sicherheitsindustrie wird zu einer neuen Akteurin im Strafsystem. Die Soziale Arbeit findet sich in diesem System zwischen Kontrolle und Hilfe wieder. Zu ihren Aufgaben gehört es, die gegebenen Strukturen und neuen kriminalpolitischen Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und ihre Möglichkeiten zur Einwirkung zu nutzen. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Initiativen einzelner SozialarbeiterInnen dargestellt. Sie stellen sich den alltäglichen Herausforderungen in der Straffälligenhilfe und versuchen positive Veränderungen hervorzubringen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with imprisonment as a form of punishment. In this context the historical background as well as current developments will be dealt with. The underlying assumption is that prison sentences do not have the intended impact. This thesis questions confinement as form of punishment and shows that more rigorous punishments do not reduce crime rates. Our society’s response to violation of conformance is repression. For this reason alternative ways of dealing with non conformance, such as restorative justice or a reward system, will be presented. Although the numbers of people imprisoned in Austria are decreasing, one can notice a reverse trend in the US. With the increasing economical impact on criminal policy comes a new logic of imprisoning. The number of inmates in the US is on the rise again. The prison industry is a new player in the system of punishments. Social workers in this field find themselves in between controlling and helping their clients. It is amongst their duties and responsibilities, to reflect critically on our penal structures and to question the developments concerning criminal policies. Furthermore, social workers have to make use of their possibilities to work within the given system. Using practical examples, various initiatives from social workers, who face challenges in the work with delinquents on a daily basis and try to have a positive impact on the developments, are shown.