Bibliographic Metadata

Title
Mobilisations- und Manipulationstechniken der thorakalen Wirbelsäule zur Behandlung von Schultergelenksbeschwerden
Additional Titles
Treating shoulder pain and disorders with thoracic spine mobilization and manipulation
AuthorAuer, Anna
Thesis advisorKainzbauer, Georg
Published2015
Date of SubmissionMarch 2015
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Zusammenfassung und Interpretation

Die reflexogene, die pathoanatomische Theorie, sowie die Reaktion des Sympathischen Nervensystems basieren alle auf der Idee, dass der Körpers versucht sich selbst zu schützen. Dies führt zu unphysiologischen Zuständen im Körper und einer beeinträchtig-ten Funktion der unmittelbar betroffenen, sowie der umliegenden Strukturen. Die Unterschiede finden sich in den vom Körper gesetzten Mechanismen, sowie deren Behandlung.

In einigen der durchgeführten Studien konnten Symptome durch die erste Behandlung positiv beeinflusst werden. Wenige Probandenn beschrieben nur eine kurzfristige Verbesserung der Symptome und wiesen bei der zweiten Therapieeinheit die selbe Symptomatik, wie zu Beginn der Behandlung auf. Dies wurde darauf zurückgeführt, dass die Ursache durch Mobilisationen und Manipulationen der Brustwirbelsäule nicht behoben werden konnte. Eine Verbesserte Mobilität ermöglicht eine optimale Positionierung der Schulter und Wirbelsäule sowie eine bessere Körperhaltung. Sinnvoll ist dies als Vorbereitung zur Muskelkräftigung. Erfahrungsgemäß sollten daher Manipulationen in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen gesetzt werden. Studien ergaben, dass manuelle Therapien in Kombination mit therapeutischen Übungen, bessere Ergebnisse als isolierte manualtherapeutische Behandlungen, erzielen.

Es existieren ein paar wenige Studien, welche sich mit der Abhängigkeit der Schulter und der Wirbelsäule befassen. Die Autorin zog ihre Informationen nur aus den Studien, dessen kostenloser Volltext zur Verfügung gestellt wurden, als auch aus Fachbüchern.

Laut der Studie „The effect of thoracic manipulation on shoulder pain: a regional interde-pendence model“ vom Jahre 2011, sind thorakale Manipulationen eine gängige Behandlungsmethode. Auch die Annahmen der Interdependent Relationship, welche in den vorherigen Kapiteln beschrieben wurden, bestätigen sich zunehmend. Die genannte Abhängigkeit der Schulter und der Wirbelsäule kann nur zum Teil wissenschaftlich belegt werden. Eine zentrale Rolle dieser Untersuchungen spielten strukturelle Abnormalitäten. Nur wenige Ergebnisse bestätigen, dass Gewebsveränderungen nach Verletzungen der Grund für spinale Anpassungen sind. Die Ausnahme bilden akute Zustände. Darüber hinaus gibt es laut genannter Studien keine Beweise dafür, dass strukturelle Barrieren durch WS Manipulationen beseitigt werden können. Verbesserung der Funktion und Kraft können nach Manipulationen der Wirbelsäule durch neurophysiologische, autonome Regulationen und reflexogene Veränderungen, hervorgerufen werden.

Zukünftige Studien werden von Ergebnissen profitieren, welche klinischen Anzeichen beschreiben dessen Vorhandensein die Wahrscheinlichkeit auf positive Ergebnisse nach Manipulationen erhöhen.