Titelaufnahme

Titel
Persönlichkeitsbezogene Einflussfaktoren in der Physiotherapie und deren Messbarkeit
Weitere Titel
Influence of personality factors in physical therapy and their meassurement
VerfasserBaumann, Elisabeth
Betreuer / BetreuerinGruber, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Vorliegende Arbeit widmet sich dem Problemfeld der persönlichkeitsbezogenen Ein-

flussfaktoren auf die Therapie und den Therapieerfolg. Die Wertigkeit der Patient-

Therapeuten Beziehung im Prozess und Ausgang der Therapie wird laut Flaskas

sowohl durch die Praxis als auch durch empirische Forschung deutlich unterstrichen.

Doch auch der Beitrag psychologischer Faktoren auf den Therapieerfolg (im besonderen

bei chronischen Schmerzpatienten) wird vermehrt durch empirische Forschung gestützt.

So lässt sich beispielsweise nach aktuellem Stand der Forschung die bedeutende Rolle

der Therapiemotivation der PatientInnen für den Heilungsprozess durch Studien von

Maclean et al. darstellen. In seiner Forschung beschäftigt sich der Autor mit

Motivation aus verschiedenen Perspektiven und extrahiert dabei aus dem Komplex

der Patientenmotivation einzelne Einflussfaktoren. Durch diese Arbeiten und den allge-

meinen Stand der Literatur wird klar, dass weitere Forschung in der Bestimmung der

Determinanten von Motivation ist notwendig ist.

Vor dem wissenschaftlichen Hintergrund der Literatur, erscheinen nun folgende Fragen

als relevant: Welche persönlichkeitsbezogenen Variablen haben einen Einfluss auf die

Therapie und deren Erfolg? Gibt es Aussagen über die Höhe dieses Einflusses? Und

ebenso wichtig, um den Bezug zur täglichen Arbeit in der Praxis herzustellen, ist die

Frage: Wie sind diese Einflüsse messbar? Diese Fragen lassen sich in einer allgemeinen

Fragestellung zusammenfassen, welche in dieser Arbeit anhand der zugänglichen Li-

teratur beantwortet werden sollte: Welche persönlichkeitsbezogenen Einflussfaktoren

seitens der Patientinnen/ Patienten in der physiotherapeutischen Behandlungssituation

werden in der Literatur dargestellt und wie sind diese valide und reliabel messbar?

Aus gegebener Fragestellung in Bezugnahme auf die Literatur lassen sich folgende

Hypothese bilden, die wiederum mit Hilfe einer nicht-empirischen Nachforschung beant-

wortet werden sollen. Der erste Teil der Literaturarbeit befasst sich mit der Anerkennung

folgender Hypothese: Es lassen sich in der Literatur verschiedene persönlichkeitsbezogene

Merkmale finden, deren Effekt auf die Therapie und den Therapieerfolg belegt ist. Der

zweite Teil der Arbeit dient der Bestätigung folgender Hypothese: Der derzeitge Stand

der Wissenschaft bietet geeignete valide und reliable Testverfahren, um die einzelnen

Einflussfaktoren im Rahmen der physiotherapeutischen Arbeit erheben zu können.

Somit gilt es als Ziel der Arbeit, im ersten Teil die einzelnen psychischen und perso-

nenbezogenen Einflussfaktoren aus der Literatur zu extrahieren, deren Bedeutung zu

diskutieren und damit ihren Stellenwert in der physiotherapeutischen Arbeit zu unter-

streichen. Dadurch sollen Therapeutinnen und Therapeuten in Zukunft ein gesteigertes

Bewusstsein für diese Faktoren entwickeln, um ihre Behandlung darauf abstimmen zu

können. Der zweite Teil der Arbeit stellt einen höheren Bezug zur therapeutischen

Arbeit in der Praxis dar und hat zum Ziel, Physiotherpeutinnen und Therapeuten einen

Überblick über geeignete Verfahren zur Messung der Einflussfaktoren zu geben, um so

eine reliable und valide Erhebung der Faktoren zu gewährleisten und deren Einfluss auf

die Therapie besser abschätzen zu können.