Titelaufnahme

Titel
Spielend zu mehr Gesundheit
Weitere Titel
Playing for more health
VerfasserMünzker, Bettina
GutachterEder, Gerhard
Erschienen2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt für 2010 eine wesentliche Steigerung und eine hohe Prävalenz für Übergewicht und Fettleibigkeit in Kindern und Jugendlichen für die letzten drei Jahrzehnte an. Die Zahl an übergewichtigen Kindern unter 18 Jahren beläuft sich weltweit auf schätzungsweise 170 Millionen.

Dabei werden Übergewicht und Adipositas mit zahlreichen gesundheitlichen Folgen assoziiert. Zum Beispiel mit Kardiovaskulären Erkrankungen wie Bluthochdruck und hohes Cholesterin, Typ 2 Diabetes oder Gelenksbeschwerden wie Osteoarthritis. Diese Erkrankungen werden auch als nicht übertragbare Krankheiten bzw. non-communicable diseases (NCDs) bezeichnet.

Es besteht eine positive Korrelation zwischen Fettleibigkeit und körperlicher Inaktivität bei Kindern. Sie verbringen ihre Zeit mehr mit Medienkonsum als mit irgendwelchen anderen Aktivitäten. Zum Beispiel verbringen amerikanische Kinder von acht bis 18 Jahren im Durchschnitt eineinhalb Stunden am Tag mit Videospielen. Diese Tätigkeiten werden überwiegend sitzend verbracht und bergen ebenso wie das erhöhte BMI eine Vielzahl an non-communicable diseases (NCDs). Gerade bei übergewichtigen und fettleibigen Kindern und Jugendlichen zeigen sich ein höherer Medienkonsum, ein niedrigeres Aktivitätsniveau und ein erhöhtes Maß an kalorienreichem Essen als bei Normalgewichtige.

Um dem Fortschreiten der NCDs entgegen zu wirken, ist es unter anderem notwendig mehr körperlich aktiv zu sein. Die Weltgesundheitsorganisation gibt hierfür Richtlinien an. In der Physiotherapie besteht die Möglichkeit auf die Inaktivität Einfluss zu nehmen. Damit soll erreicht werden, dass die Aktivität gesteigert, sitzende Tätigkeiten ersetzt und die Kinder und Jugendlichen zu einem aktiveren Lebenststil gebracht werden.

Eine Möglichekti zur Erhöhung der körperlichen Aktivität sind active video games. Active video games (AVGs) sind Spielkonsolen wie beispielsweise Nintendo Wii, bei dem der Körper als Spielcontroller fungiert und viel Körpereinsatz fordert. So wäre es einerseits möglich auf kindgerechte Weise das Risiko von NCDs zu reduzieren und andererseits die Energiebilanz zu beeinflussen.

Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, ob active video games das Potenzial haben die körperliche Aktivität von übergewichtigen und/oder fettleibigen Kindern und Jugendlichen so stark zu erhöhen, damit die empfohlenen Richtlinien der WHO erreicht und NCDs vorgebeugt werden können. Falls Kinder und Jugendliche mit Übergewicht oder Adipositas bereits eine NCD vorweisen, wird es womöglich mehr an körperlicher Aktivität brauchen um den Fortschritt von bereits bestehenden Erkrankungen einzudämmen.

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Nicht-Empirische Forschungsarbeit. Eine Literatursuche wurde im PubMed durchgeführt und weitere Literatur aus den Inhaltsverzeichnissen der Studien entnommen. Einschluss- und Ausschlusskriterien wurden definiert. Die gefundenen Studien wurden durchgelesen und nach ihrer Methode und ihrem Studiendesign selektiert. Es wurden insgesamt vier Studien gefunden.