Titelaufnahme

Titel
Begünstigt eine Malokklusion die Entstehung einer Skoliose?
Weitere Titel
Can a malocclusion positively influence the development of scolisis?
VerfasserPischulti, Vera
GutachterSchume, Claudia
Erschienen2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

1 Einführung

1.1 Problemaufriss

1.2 Zentrale Forschungsfrage

1.3 Ziel der Arbeit

1.4 Physiotherapeutische Relevanz

2 Hauptteil

2.1 Zentrale Begriffe

2.1.1 Skoliose

2.1.2 Malokklusion

2.2 Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes

3 Methode

4 Vorläufiges Inhaltsverzeichnis der Bachelorarbeit 2

Literaturverzeichnis

Bachelorarbeit 1

Ausblick auf die in der Bachelorarbeit 2 verwendete Literatur

Zeitplan

Eidesstattliche Erklärung

1 Einführung

1.1 Problemaufriss

2 bis 4 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 16 Jahren weisen eine Skoliose auf.

Daher ist dieses Krankheitsbild in der pädiatrischen Orthopädie nicht zu übersehen. Innerhalb des Begriffs Skoliose kann man zwischen einer idiopathischen Skoliose und einer skoliotischen Fehlhaltung unterscheiden. Ein Unterscheidungsmerkmal, welches sich auf die Reversibilität der Skoliose bezieht, ist, ob die Krümmung funktionell oder strukturell bedingt ist.

Einer Skoliose im Kindes- und Jugendalter kann heutzutage noch keine eindeutige Ursache zu Grunde gelegt werden. Meistens besteht eine multikausale Pathogenese. Jedoch gibt es mehrere wissenschaftlich belegte Faktoren, die eine Skoliose begünstigen können. Einerseits kann die Entstehung einer Skoliose neuromuskulär, hormonell oder genetisch bedingt sein, andererseits können angeborene muskuloskeletale Störungen, wie zum Beispiel das Marfan Syndrom, für die Entwicklung einer Wirbelsäulendeformation, verantwortlich sein.

Ein weiterer möglicher Faktor, welcher derzeit in der Literatur diskutiert wird, ist die Malokklusion. Auf dem Gebiet der Gesichtsasymmetrien und der Kieferorthopädie gibt es einige Studien, die sich mit der Wechselbeziehung einer Malokklusion und einer Skoliose beschäftigen.

1.2 Zentrale Forschungsfrage

Resultierend aus dieser Problematik ergibt sich folgende forschungsleitende Fragestellung: Wie häufig kommt eine Malokklusion bei Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren vor, die auch eine Skoliose aufweisen?

Die folgenden Unterfragen werden im Zuge dieser Arbeit ebenso bearbeitet. Kann eine Malokklusion die Entstehung einer Skoliose begünstigen? Beeinflusst eine Behandlung der Malokklusion eine bereits bestehende Skoliose? Kann eine Behandlung der Skoliose mittels physiotherapeutischen Maßnahmen Einfluss auf die Okklusion haben? In welcher Beziehung stehen diese beiden Krankheitsbilder zueinander?

1.3 Ziel der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die zentralen Begrifflichkeiten zu klären. Zu diesen Begriffen zählen die verschiedenen Formen einer Skoliose und einer Malokklusion. Es wird die Literatur zu dieser Thematik erhoben um den aktuellen Wissensstand festzustellen. In der darauf aufbauenden Folgearbeit soll eine Datenauswertung der zuvor ausgewählten Studien erfolgen. Ziel ist es schlussendlich herauszufinden, ob eine vermutete positive Korrelation zwischen einer Malokklusion und einer Skoliose tatsächlich existiert und somit die oben angeführte Fragestellung zu beantworten.

1.4 Physiotherapeutische Relevanz

Eine Haltungsanalyse durch strukturierte Beobachtung ist für PhysiotherapeutInnen für die Erkennung einer Skoliose von hoher Bedeutung. Durch eine ausführliche klinische Untersuchung kann eine Skoliose frühzeitig erkannt werden und ein physiotherapeutisches Therapiemanagement eingeleitet werden. Es werden Haltungsabweichungen in allen 3 Ebenen der PatientInnen erhoben, um darauffolgend eine adäquate Behandlung durchführen zu können. In der Regel sind die Behandlungsmaßnahmen konservativ. Es gibt zusätzlich funktionelle Testverfahren, die in einem Skoliose Screening vollzogen werden, wie zum Beispiel den Adams Vorbeugetest.2

Für das Screening einer Malokklusion gibt es ebenso Tests, die auf eine Fehlstellung hindeuten. Gängige Verfahren sind zum Beispiel der Sichtbefund einer Gesichtsasymmetrie, die Palpation der Kaumuskulatur, die Beurteilung der Mundöffnung oder manualtherapeutische Tests.

Diese Bachelorarbeit soll die Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens einer Malokklusion und Skoliose aufzeigen. Sollte sich eine Korrelation ergeben, könnte das frühzeitige Erkennen der Skoliose positiv beeinflusst werden. Im Skoliose Screening könnten spezifische Testverfahren für die Abklärung einer Malokklusion angewendet werden. Somit könnte in der physischen Untersuchung bei bestehender Malokklusion der Verdacht auf eine Skoliose verstärkt werden.

Des Weiteren könnte der therapeutische Ansatz der Skoliose durch die Klärung der Wechselbeziehung effizienter werden, da die Behandlung der Malokklusion möglicherweise auch eine vermeintliche Skoliose vermindern und die pathologischen Krümmungen verbessern könnte.

Schlussendlich könnten die Erkenntnisse aus dieser Arbeit zu einer interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopäden und Kieferorthopädinnen, Zahnärzten und Zahnärztinnen und Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen führen und eine effizientere Behandlung von Skoliosepatienten und Skoliosepatientinnen ermöglichen.