Titelaufnahme

Titel
Körperbewusstsein - körperbewusst sein : Das Körperbewusstsein von Kindern im Alter von 9-10 Jahren mittels nonverbalem Ausdrucksmittel KBZ n. E.Jelem
Weitere Titel
Body awareness - beeing "body aware" Body awareness of 9 - 10 year old school kids
VerfasserWiesauer, Anna
Betreuer / BetreuerinJelem-Zdrazil, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge des übergeordneten Projektes "Project Kids Prevention" soll u.a. das Körperbewusstsein von Volksschulkindern untersucht werden. Die vorliegende Bachelorarbeit 1 fasst das hierfür - und für die Bachelorarbeit 2 - notwendige Grundlagenwissen zusammen und soll dieser als Konzept dienen.

Zu Beginn wird eine Einführung in das Problemfeld gegeben, woraus sich die zentrale Fragestellung sowie die Unterfragen ergeben und in weiterer Folge Hypothesen entwickeln. Mittels umfassender Literaturrecherche in Online-Datenbanken (Pedro und PubMed) sowie Bibliotheken der Stadt und Universität Wien zu bestimmten Suchbegriffen wird nicht nur der aktuelle Forschungsstand zu den Themenbereichen "Körperbewusstsein und dessen Erfassung", "Sport und Körperbewusstsein" und "Gesundheitsbewusstsein" dargestellt, sondern auch die physiotherapeutische Relevanz betont.

Um klarzustellen, dass alle Leser unter dem Begriff "Körperbewusstsein" dieselbe Vorstellung haben, werden unterschiedliche, körperbezogene Begrifflichkeiten definiert und voneinander abgegrenzt. Der Querschnitt dreier ähnlicher Auffassungen verschiedener Autoren wird als grundlegende Definition des Körperbewusstseins für die vorliegende Arbeit herangezogen.

Dass die körperlich aktive Bewegung erheblich zur Entwicklung des Körperbewusstseins beiträgt, wird dadurch erklärt, dass aufgrund sensomotorischer und sensibler Sinnesreize sowie psychomotorischer Erfahrungen "Landkarten" über die einzelnen Körperabschnitte im Gedächtnis erstellt werden. Diese können durch neue Erkenntnisse oder Eindrücke stets weiter angepasst werden. Es erscheint logisch, dass ein Mehr an Bewegung auch ein Mehr an Sinneswahrnehmungen liefert und deshalb das Körperbewusstsein detailliert ausgeprägt wird. Ebenso haben Grenzerfahrungen, welche im Sport oft herbeigeführt werden können, Einfluss auf das Kennen des eigenen Körpers.

Mit diesem Hintergrundwissen sollte die körperliche Aktivität von Kindern immer in die Erfassung des Körperbewusstseins eingebettet werden.

Diese Arbeit stellt außerdem die gewählte Untersuchungsmethode "Körperbildzeichnung (KBZ) nach E. Jelem" vor. Heutzutage wird die KBZ nach E. Jelem hauptsächlich im physiotherapeutischen Setting mit psychisch kranken Erwachsenen eingesetzt, um einerseits eine Eingangsdiagnostik über das Körperbewusstsein des Patienten durchführen zu können. Auf der anderen Seite kann mit Hilfe der KBZ nach E. Jelem auch der Therapieverlauf veranschaulicht werden.

Da die Zeichnung an sich eine früh entwickelte Kommunikationsmethode für Kinder darstellt, ist es naheliegend, diese auch zur Kinderdiagnotik zu verwenden. Anhand körperbezogener und formaler Betrachtungskriterien kann Rückschluss auf die Ausprägung des Körperbewusstseins von gesunden Kindern gezogen werden.

Ebendieses soll im Rahmen der zweiten Bachelorarbeit untersucht werden. Es soll dann beantwortet werden können, wie ausgeprägt sich das Körperbewusstsein von Volksschulkindern im Alter von neun bis zehn Jahren präsentiert und in welchem Zusammenhang es zu sportlicher Aktivität steht. Hierzu wird im Vorfeld der Untersuchung der MoMo-Aktivitätsfragebogen von allen teilnehmenden Kindern - im Beisein ihrer Eltern - ausgefüllt. Anhand ihrer Angaben werden sie in "körperlich aktive" und "körperlich nicht aktive" Kinder unterteilt. Die Körperbildzeichnungen werden ihren Verfassern zugeordnet und analysiert, ob jene, die köperlich aktiver sind, ein ausgeprägteres Körperbewusstsein aufweisen, als weniger aktive.

Bei der Untersuchung handelt es sich um eine beobachtende Querschnittsstudie. Die Kinder werden im Einzelsetting unter standardisierten Bedingungen ihre Körperbildzeichnungen anfertigen. Hierfür wird ihnen jegliches Material zu Verfügung gestellt und zehn Minuten Zeit eingeräumt. Wer will, kann die Darstellungen auch noch kurz erläutern, bevor er/sie zur nächsten Teststation der Teststraße weitergeht. Wie schon erähnt wird die Auswertung der Körperbildzeichnungen anhand der Betrachtungskriterien nach E. Jelem erfolgen und in einem weiteren Schritt mit den Daten aus dem MoMo-Aktivitätsfragebogen gemäß der Hypothese analysiert.

Der letzte Teil der Arbeit stellt die Vorbereitungen für die Bachelorarbeit 2 dar. Eine Zeitschiene für die Bearbeitung der Fragestellungen wurde ebenso erstellt wie ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis und eine eventuelle Erweiterung des Literaturverzeichnisses.