Titelaufnahme

Titel
Herzratenvariabilität : Basis-Methodik-Einflussfaktoren
Weitere Titel
Heart rate variability basics-methods-influencing factors
AutorInnenHaspel, Nina
GutachterMarktl, Wolfgang
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Herzratenvariabilität / Autonomes Nervensystem / Sympathikus / Parasympathikus / Herzfrequenz / Time-Domain / Frequency-Domain / Komponente / High-Frequency / Low-Frequency
Schlagwörter (EN)heart rate variability / autonomic nervous system / sympathetic nervous system / parasympathetic nervous system / heart rate / time-domain / frequency-domain / component / high-frequency / low-fequency
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Innerhalb dieser Bachelorarbeit befasse ich mich mit der Thematik der Herzratenvariabilität, deren Grundlage, Methoden und Auswerteverfahren, sowie Einflussfaktoren. Mit der Herzratenvariabilität bezeichnet man den zeitlichen Abstand zwischen zwei Herzschlägen beziehungsweise zwischen den beiden R-Zacken des Elektrokardiogramms. Werden unterschiedlich lange Abstände gemessen, ist eine hohe Variabilität feststellbar und es kann von einer hohen Regulations-und Anpassungsfähigkeit des Herzens gesprochen werden. Die Sinusknotenaktivität wird zum Großteil vom Autonomen Nervensystem, bestehend aus Sympathikus und Parasympathikus, gesteuert. Diese stehen in einem Wechselspiel zueinander und führen, hervorgerufen durch exogene und endogene Faktoren, zur Anpassungsreaktion des Herzens. Die Messung der Herzratenvariabilität kann diese Anpassungsreaktionen durch die Quantifizierung der Abstände zwischen zwei Herzschlägen widerspiegeln und dient daher als Spiegelbild der Funktionalität des Autonomen Nervensystems.

Die Regulations- und Anpassungsfähigkeit des Herzens wird durch verschiedene messbedingte, physiologische, alltagsbedingte und pathologische Faktoren beeinflusst. Eine standardisierte Durchführung der Messung stellt die Grundlage eines validen Messergebnisses dar. Physiologische Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Atmung und der zirkadiane Rhythmus werden somit im Ergebnis der Messung widergespiegelt. Das steigende Alter stellt dabei den wichtigsten physiologischen Einfluss eines Abfalls der Variabilität dar. Auch alltagsbedingte Faktoren wie Arbeitsstress oder Nikotin- und Alkoholkonsum führen zu einer verminderten Variabilität. Regelmäßige sportliche Betätigung und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Belastungen und Regeneration führen hingegen zu einem Anstieg der Variabilität.

Erkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Myokardinfarkte haben negative Effekte auf die Herzratenvariabilität. Je nachdem wie stark die Variabilität herabgesetzt ist, können so Schlüsse auf den weiteren Verlauf dieser Erkrankungen gezogen werden. Daher findet die Messung der Herzratenvariabilität Anwendung als Prädiktor und Verlaufsparameter nach einem Herzinfarkt oder bei Diabetes Mellitus. Außerdem wird die Messung in der Sportmedizin und Trainingssteuerung sowie im Stressmanagment und der Burn-Out-Diagnostik angewandt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to give an overview of heart rate variability, its basics, methods, applications and influencing factors. By quantifying the time-based intervals between two R-waves of the ECG, heart rate variability represents an adequate assessment of hearts adaptability to its environment. This adaptability on various endogenous and exogenous factors is modulated by the autonomic nervous system, consisting of sympathetic and parasympathetic nerves. Sympathetic and parasympathetic modulation leads, depending on the current situation, to an increase or decrease of heart rate. Therefore the analysis of the heart rate variability is valuable proxy of the functionality of the autonomic nervous system.

Variability can be affected by numerous of influencing factors regarding the measurement itself, as well as physiological and pathological issues. To obtain a valid result, a standardized procedure of the measurement should be provided.

Regarding physiological and pathological issues, a decrease of variability is a physiological consequence of a human's aging process. By the same time, suffering from chronic stress, or regular consumption of alcohol or nicotine, leads to a decrease of variability too. However, by doing sports and taking enough time to regenerate, an increase of heart rate variability can be registered.

Pathologic processes, like heart attacks or diabetes mellitus, are affecting actual heart rate variability as well. Hereto, the degree of a post heart-attack decline of variability can be used as a predictor of the recovery process' duration. Furthermore, measurements regarding the heart rate variability are used to predict the progress of diabetes. Summing up, the measurement of heart rate variability has proven pivotal in sports medicine, regarding stress management and Burn-Out-Diagnostics.

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