Titelaufnahme

Titel
Die Rolle der Makrophagen im Tumor-Microenvironment : Stand der Forschung, in-vivo-Diagnostik, Therapieansätze und Ausblick
Weitere Titel
The role of macrophages in the tumor microenvironment status of research, in vivo diagnostics, therapeutical approaches and outlook
VerfasserHauser, Christoph
GutachterGerner, Christopher
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Makrophagen / Tumor-Microenvironment / Interleukin 4 / Interleukin 13 / Interferon gamma / Lipopolysaccharide / Inflammation / Polarisation / Therapie / in vivo / Lymphozyten / Transkriptionsfaktoren
Schlagwörter (EN)macrophages / tumor microenvironment / interleukin 4 / interleukin 13 / interferon gamma / lipopolysaccharids / inflammation / polarisation / therapy / in vivo / lymphocytes / transkriptionsfactors
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Makrophagen auf das Tumor- Microenvironment, mit ihrer, im allgemeinen, tumorpromovierende aber manchmal auch tumorhemmende Wirkung. Wie auch andere Zellen des angeborenen und adaptiven Immunsystems werden Makrophagen in das Tumor-Microenvironment rekrutiert. Im Gegensatz zu den meisten anderen Immunzellen sind Makrophagen aber in allen Stadien der Tumorentwicklung präsent. Makrophagen besitzen unterschiedliche Funktionszustände, zum einen den "klassisch" aktivierten M1-Phänotyp, zum anderen den "alternativ" aktivierte M2-Phänotyp. In vivo sind diese zwei nur die Extreme einer ganzen Reihe von Funktionszuständen, aber die M1-M2-Klassifizierung ist eine nützliche Vereinfachung zur therapeutischen Erforschung. Der proinflammatorische M1, er sezerniert inflammatorische Zytokine und stimuliert eine TH1-Antwort, ist der Funktionszustand den man fördern möchte. Der antiinflammatorische M2, er dämpft die Entzündung, unterstützt Angiogenese und Gewebsremodellierung, ist derjenige den man unterdrücken möchte. Auf Grund des großen Spektrums an Differenzierung ist eine in vivo-Diagnostik schwierig. Die Kombination unterschiedlicher Antikörper gegen die exprimierten Oberflächenmarker, Transkriptionsfaktoren und Chemokine stellt die derzeit fortgeschrittenste Methode dar. Therapeutische Ansätze beruhen auf der "Umschulung" von M2 zu M1, zum Beispiel mittels Zoledronsäure; der gezielten Abtönung von tumorassoziierten Makrophagen und der Hemmung von makrophagen-anziehenden Chemokinen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the influence of macrophages on the tumor microenvironment, with their generally tumor promoting but sometimes also tumor inhibiting effects. Like other innate and adaptive immune cells, macrophages are recruited to the tumor microenvironment. In contrast to most of the other immune cells, macrophages are present at all stages of tumor progression. Macrophages have different functional states, the "classical" activated M1 phenotype and the "alternative" activated M2 phenotype. In vivo these two are just the extremes of a large spectrum of functional states, but the M1- M2 classification is a useful simplification for therapeutic research. The pro-inflammatory M1 is the functional states we want to promote, it secrets inflammatory cytokins and stimulates TH1 response. The anti-inflammatory M2 is the one we want to suppress, it dampens inflammation, supports angiogenesis and tissue remodeling. Because of the large spectrum of differentiation, in vivo diagnostic is difficult. The most sophisticated method is based on the combination of different antibodies against express cell surface markers, transcription factors and chemokines. Therapeutical approaches are the re- education of M2 to M1, for example with zoledronic acid; the selective killing of tumor associated macrophages and the suppression of macrophage attracting chemokines.