Titelaufnahme

Titel
Veränderungen der extrazellulären Matrix (ECM) im Tumor-Microenvironment
Weitere Titel
Changes of the extracellular matrix (ECM) in the tumour microenvironment
VerfasserHolzmann, Anna Maria
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Krebs-Stammzellen / Epithelial-mesenchymale Transition / Extrazelluläre Matrix / Fibrose / Matrix-Metalloproteasen / Tumor-Microenvironment / Wundheilung
Schlagwörter (EN)Cancer Stem Cells / Epithelial-mesenchymal transition / Extracellular matrix / Fibrosis / Matrix metalloproteinases / Tumour microenvironment / Wound healing
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Um die Bedeutung der extrazellulären Matrix für die Entstehung und Progression bzw. Suppression maligner Tumore zu erfassen, beschäftigt sich diese Arbeit mit dem allgemeinen Aufbau und den vielfältigen Funktionen dieses proteinreichen Stützgerüsts. Dynamische Umbauvorgänge und Restrukturierungen, beispielsweise im Zuge der Wundheilung, sowie komplexe Signalpfade, an denen Proteasen, Wachstumsfaktoren und Zytokine beteiligt sind, weisen sowohl das Potential für pathologische Entwicklungen als auch ein breites Spektrum für therapeutische Maßnahmen auf. Daraus leitet sich die Anfälligkeit einer entzündlichen und / oder fibrotischen extrazellulären Matrix für maligne Entartungen der in sie eingebetteten normalen Zellen bzw. für die Proliferation bereits vorhandener Tumorzellen ab. Analog erschließt sich die protektive, tumorsuppressive Wirkung einer intakten Matrix mit regulärer Signalgebung, die maligne Zell-Phänotypen unterdrücken oder sogar ihre Reversion herbeiführen kann. Mehrere in dieser Arbeit angeführte Beispiele empirischer Studien untermauern die zentrale Feststellung, dass das Verhalten und die Überlebensfähigkeit von Zellen von der Struktur und Zusammensetzung ihrer unmittelbaren Umgebung bestimmt werden. Eine fundierte Kenntnis der wechselseitigen Kommunikation zwischen den Zellen und anderen Komponenten der extrazellulären Matrix erlaubt schließlich einen Ausblick auf zielgerichtete Therapieansätze für das Tumor-Microenvironment, auf das maligne Zellen für ihre Proliferation angewiesen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Dealing with the general composition and diverse functions of the extracellular matrix, this thesis looks at the effects of the microenvironment on initiation and progression and, moreover, on the suppression of malignant tumours from various angles. \mbox{Whereas} dynamic remodelling of this scaffolding structure, for example in wound healing, provides several opportunities for abnormal development, complex signalling through proteases, growth factors and cytokines also paves the way for promising therapy concepts. Inflammatory and / or fibrotic alterations of the extracellular matrix \mbox{facilitate} malign transformations of the embedded, normal cells as well as proliferation of pre-existing cancer cells. Likewise, a physiological context prevents tumorigenesis by tumour-suppressive signalling and can even revert malignant cells. Several experiments confirm the conclusion that the behaviour and survival of cells depend on the structure and composition of their proximate environment. Considering the mutual communication between cells and the extracellular matrix, it is possible to derive a wide range of therapeutic strategies targetting the microenvironment of a tumour.