Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Peritonealdialyselösungen auf die Wirksamkeit von antimikrobiellen Stoffen
Weitere Titel
Impact of peritoneal dialysis fluids on the efficiancy of antimicrobial substances
VerfasserWrenger, Sarah
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Peritonealdialyse / Peritonealdialyselösung / PD-assoziierte Peritonitis / Antimikrobielle Therapie
Schlagwörter (EN)peritoneal dialysis / peritoneal dialysis fluids / PD-associated peritonitis / antimicrobial therapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Peritonealdialyse ist ein effektives Nierenersatzverfahren, das vor allem bei terminaler Niereninsuffizienz angewendet wird. Die Peritonealmembran dient dabei als Transportmembran, durch die harnpflichtige Stoffe und Wasser aus dem Blut in ein Dialysat diffundiert werden. Eine Komplikation die bei dieser Therapie auftreten kann ist die Infektion des Peritoneums. Peritonitiden sind die häufigste Ursache für einen Therapieabbruch bzw. einen Wechsel der Therapie auf Hämodialyse. Die Mortalität beträgt 4%. Die Todesfälle, bei denen Peritonitiden als mitwirkender Faktor betrachtet werden, liegen bei 16%. Bei Verdacht auf Peritonitis wird deshalb umgehend eine empirische Therapie eingeleitet. Dennoch bleibt der Therapieerfolg oft aus, häufig kommt es zu Rezidiven. Auch wenn die intraperitoneale Therapie erste Wahl ist, ist die Kinetik von Antibiotika in Peritonealdialyselösungen weitgehend unbekannt. Auch der Einfluss der Lösungen auf sowohl das Erregerwachstum an sich, als auch auf die gängigen verabreichten Antibiotika, ist weitgehend unerforscht. Diese Arbeit behandelt einleitend die Prinzipien, auf denen Peritonealdialyse beruht, mit ihren Vor- und Nachteilen sowie den Komplikationen. Darauf aufbauend wird der aktuelle Forschungsstand bezüglich dem Einfluss von Peritonealdialyselösungen auf Peritonitiserreger und antimikrobielle Wirkstoffe erarbeitet. Die abschließende Diskussion beschäftigt sich mit möglichen Erklärungen für die Ergebnisse und dient dazu, im Hinblick auf eine empirische Arbeit Ansätze für weiterführende Forschungsfragen zu finden.

Zusammenfassung (Englisch)

Peritoneal dialysis is an effective renal replacement therapy, which is used primarily for end state renal disease. The peritoneal membrane is used as a transport membrane to filter waste molecules and water from the blood to a dialysate. One complication that can occur with this therapy is an infection of the peritoneum. Peritonitis is the most common cause for discontinuation of therapy or a change in therapy to hemodialysis. The mortality rate is 4%. The deaths where peritonitis is being considered a contributing factor are 16%. In cases of suspected peritonitis an empirical therapy is initiated immediately. However, the therapy is often unsuccessfully and the infection frequently leads to relapse. Although the intraperitoneal therapy is the first choice, the kinetics of antibiotics in peritoneal dialysis solutions is largely unknown. To the influence of the solutions on both the pathogen growth per se, as well as the usual antibiotics administered, is mostly unexplored. This thesis deals with the introduction to the principles on which peritoneal dialysis is based, with their advantages, disadvantages and complications. Building on that, the current state of research relating to the influence of peritoneal dialysis on pathogen growth and antimicrobial agents is elaborated. The final discussion focuses on possible explanations for the results and is used to find approaches for further research questions in relation to empirical work.