Titelaufnahme

Titel
Das Intensivtagebuch. Prävention des posttraumatischen Belastungssyndroms nach einem Intensivaufenthalt
Weitere Titel
The ICU Diary. Prevention of posttraumatic stress disorder resulting from a stay in intensive care
VerfasserPreinfalk, Ulrike
GutachterAusterer, Astrid
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Intensivtagebuch / posttraumatische Belastungsstörung / PTBS / Intensivstation / Depression / Delirium / Patiententagebuch / poststationäres Trauma / posttraumatische Depression
Schlagwörter (EN)ICU-diary / posttraumatic stress disorder / PTSD
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgehend von Skandinavien findet das Intensivtagebuch auch im deutschen Sprachraum immer mehr Verbreitung. Ursprünglich als ein Zeichen des Mitgefühls und der Anteilnahme von Pflegenden selbst ins Leben gerufen, steht das Patiententagebuch heute als Präventivmaßnahme gegen posttraumatische Belastungsstörungen im Mittelpunkt. Zahlreiche Studien dokumentieren Wirkung und Nutzen des Intensivtagebuchs für PatientInnen und deren Angehörige, wobei abhängig von der jeweiligen Studie unterschiedlich vorgegangen wird. Dadurch sind die Studienergebnisse schwer vergleichbar und lassen nicht zuletzt aufgrund kleiner Samplegrößen eine Reihe von Fragen offen.

Generell stimmen die Studien überein, dass das Intensivtagebuch von Patientinnen und Angehörigen sehr positiv aufgenommen wird und Vorteile für beide Gruppen bringt. PatientInnen können rückblickend ihren Aufenthalt auf der Intensivstation besser verstehen, beängstigende Empfindungen einordnen und ihnen damit den Schrecken nehmen. Durch das Verständnis der Zusammenhänge können neue Erinnerungen entstehen und Lücken gefüllt werden, die Sedierung und Delirium hinterlassen haben. So kann der Genesungsprozess besser voranschreiten, posttraumatische Belastungsstörungen treten deutlich seltener auf oder sind zumindest stark gemildert. Auch Angehörigen hilft das Intensivtagebuch, mit der traumatisierenden Situation besser fertig zu werden. Nachteile des Intensivtagebuchs sind keine bekannt, es gibt jedoch einige wenige kritische Stimmen.

Zusammenfassung (Englisch)

Starting from Scandinavia, the ICU-diary is more and more applied in German-speaking Europe. Originally initiated as a token of caring and compassion, today the patient diary is primarily regarded as a preventative measure against posttraumatic stress disorder. Numerous studies document the benefits and effects of the ICU-diary for patients and relatives. As almost each study is designed in a different way, the results of the studies are hard to compare and leave a number of questions unanswered, partly due to small samples.

In general, the studies concur that the ICU-diary is very well accepted by patients and relatives and has advantages for both groups. Patients find it easier to understand their stay in intensive care retrospectively and to deal with frightening perceptions, which then appear less dreadful. By understanding the coherence, new memories can develop and gaps caused by sedation and delirium can be filled. Patients recover better, posttraumatic stress disorder appears significantly less frequent or is at least strongly mitigated. In addition, the ICU-diary helps relatives to cope with the traumatising situation. Disadvantages of the ICU-diary are not known although there are a few critical voices.