Titelaufnahme

Titel
Dosis- und Fraktionierungserhebung bei der Behandlung von Knochenmetastasen in den strahlentherapeutischen Instituten in Wien
Weitere Titel
Dose and fractionation survey in the treatment of bone metastases in the radiotherapy institutes in Vienna
AutorInnenGöstl, Barbara
GutachterStanek, Brigitte
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Knochenmetastasen / Dosisfraktionierung / Strahlentherapie / Einzeitbestrahlung / fraktionierte Bestrahlung / Behandlungsschema
Schlagwörter (EN)bone metastases / dose fractionation / radiotherapy / single fraction / multiple fraction / pattern of practice
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzzusammenfassung

Dosis- und Fraktionierungserhebung bei der Behandlung von Knochenmetastasen in den strahlentherapeutischen Instituten in Wien

Ziel der Arbeit: Die verwendeten Dosierungen und Fraktionierungen und deren Entscheidungskriterien für die Behandlung von Knochenmetastasen in den strahlentherapeutischen Instituten in Wien darzulegen.

Methode: Die Daten wurden anhand eines Experten-/Expertinneninterviews mit jeweils einem Radioonkologen beziehungsweise einer Radioonkologin in den fünf strahlentherapeutischen Instituten in Wien erhoben.

Ergebnisse: Die fraktionierten Schemata 10 x 3 Gray (Gy), 13 x 3 Gy, 4 x 4 Gy, 5 x 4 Gy, 6 x 4 Gy, 4 x 5 Gy, 6 x 5 Gy und die Einzeitbestrahlung mit 8 Gy werden für die Behandlung von Knochenmetastasen in den strahlentherapeutischen Instituten in Wien angewandt. Die fraktionierten Bestrahlungen werden in vier der fünf Institute häufiger angewandt als die Einzeitbestrahlung mit 8 Gy (98% vs. 90% vs. 90% vs. 70%). Ein Institut verwendet hauptsächlich die Einmalapplikation mit 8 Gy (zu ungefähr 85%). Die Entscheidungskriterien sind der Allgemeinzustand (Karnofsky-Index), die Lebenserwartung (Prognose) und der psychische Zustand des Patienten bzw. der Patientin, die Lokalisation der Metastase (umliegende Risikoorgane), zum Beispiel Wirbelsäulenmetastasen versus Nicht-Wirbelsäulenmetastasen, sowie die Ausdehnung der Metastase. Weiters werden die Ressourcen wie Personal und Geräteausstattung, zum Beispiel Röntgentherapie versus Linearbeschleuniger, die sozialen Umstände (Logistik) und die Schmerzen des Patienten bzw. der Patientin angegeben.

Diskussion/Schlussfolgerung: In der vorliegenden Arbeit konnte sich ebenfalls keine Standardfraktionierung für die Behandlung von Knochenmetastasen etablieren. Die Patienten und Patientinnen mit Knochenmetastasen müssen in vielen Fällen individuell betrachtet und behandelt werden, es wird je nach klinischer Situation entschieden. Es ist schwer, die Patienten und Patientinnen nach bestimmten Schemata oder starr nach Leitlinien zu behandeln. In den Studien und Empfehlungen lassen sich viele Entscheidungskriterien bestätigen, die in den Experten-/Expertinneninterviews erwähnt wurden. In der Auswertung der Interviews und in Studien erkennt man, dass nicht nur medizinische Kriterien für die Entscheidung maßgeblich sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Dose and fractionation survey in the treatment of bone metastases in the radiotherapy institutes in Vienna

Aims: To explain the used dose and fractionations and their decision criteria for the treatment of bone metastases in the radiotherapeutic institutes in Vienna.

Methods: Data were collected on the basis of expert interviews, each with a radiation oncologist in the five radiotherapy institutes in Vienna.

Results: The multiple fraction radiotherapy schedules 10 x 3 Gy, 13 x 3 Gy, 4 x 4 Gy, 5 x 4 Gy, 6 x 4 Gy, 4 x 5 Gy, 6 x 5 Gy and the single fraction radiotherapy with 8 Gy are used for the treatment of bone metastases by the radiotherapeutic institutes in Vienna. The multiple fraction radiotherapy is applied in four out of five institutes more often than the single fraction radiotherapy with 8 Gy (98% vs. 90% vs. 90% vs. 70%). An institution shall use mainly the single fraction treatment with 8 Gy (about 85%). The decision criteria are the Karnofsky performance status, life expectancy (prognosis) and the mental state of the patient, the location of the metastasis (surrounding organs at risk) as spinal bone metastases versus non-spine bone metastases and the expansion of metastasis. Furthermore, the resources such as personnel and technical equipment, for example X-ray therapy versus linear accelerators, the social circumstances (logistics) and the patient's pain be considered.

Discussion/Conclusion: An optimal standard dose for the treatment of bone metastases could also not be etablished. Patients with bone metastases should be treated individually, in many cases the decision will be made on the clinical situation. It's hard to classify the patients in groups or to treat stiff after guidelines. In the analysis of the interviews and in studies one can see that not only medical criteria are relevant for the decision.

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