Titelaufnahme

Titel
Paravasate in der Computertomographie
Weitere Titel
Extravasation in computed tomography
VerfasserRobisch, Daniela
GutachterSchwarzmüller-Erber, Gabriele
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Paravasat / Extravasat / Computertomographie / Komplikationen
Schlagwörter (EN)Extravasation / computed tomography / complications
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel

Das Vorgehen bei Paravasaten in privaten Radiologie-Instituten zu eruieren ermöglicht einen Vergleich zwischen Praxis und Theorie. Es kann gezeigt werden, ob die Behandlung abhängig von der Menge des Paravasats ist und ob der Workflow je nach Menge variiert.

Methode

Zunächst wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und Empfehlungen zum Umgang mit Paravasaten, ebenso wie mögliche Sofortmaßnahmen und Weiterbehandlungen, und Richtlinien bzgl. der PatientInnenaufklärung vor einer Kontrastmittelapplikation gesucht und zusammengetragen. Weiters wurde eine Fragebogenerhebung mit privaten Instituten innerhalb Wiens durchgeführt, wobei sowohl RTs als auch MTFs befragt wurden. Die Datenerhebung zeigt u.a. die in der Praxis verbreiteten Sofortmaßnahmen bei einer Paravasation und die weitere Behandlung der PatientInnen auf.

Ergebnisse

Die häufigsten Sofortmaßnahmen stellen die Kühlung und das Hochlagern der betroffenen Gliedmaße dar. Antidota kommen in privaten Instituten nicht zum Einsatz. Bei jeder Paravasation wird ein/eine RadiologIn hinzugezogen, wobei aber die Menge des Paravasats durch RTs oder MTFs abgeschätzt wird. Ebenso liegt die Entscheidung der Entlassung des/der PatientIn bei den RTs bzw. MTFs. Eine Umsetzung des zu dem Fragebogen beigelegten Workflows wurde von 95% der Befragten mit einem „Nein“ beantwortet, da private Institute nicht die Voraussetzungen zur Behandlung und Beobachtung von PatientInnen haben wie Krankenhäuser.

Diskussion

Die Praxis unterscheidet sich bei diesem Thema in einigen Punkten von der Literatur. Dies lässt sich u.a. damit begründen, dass sich Fachliteratur größtenteils auf Krankenhäuser bezieht und die Empfehlungen darin für private Institute schwer bis gar nicht umsetzbar sind. Jedoch hat das Personal in den Instituten genug Erfahrung und Ausbildung mit dem Umgang von Paravasaten, dass die PatientInnen ausreichend versorgt und informiert werden können. Diese Arbeit ist aufgrund der wenigen teilnehmenden Institute eher als Ansatz zu verstehen. In einem größeren Rahmen, wo beispielsweise alle Institute Wiens oder Österreichs teilnehmen, könnte eine aussagekräftigere Beurteilung hinsichtlich dieser Thematik getroffen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim

The investigation of the procedure for extravasation in private radiology-institutes enables a comparison between theory and practice. It can be shown if the treatment depends on the amount of the extravasation whether the workflow varies depending on the amount.

Method

First, a literature review showed references and recommendations for dealing with extravasation, as well as possible emergency measures and further treatments, as well as guidelines for reconnaissance of patients before contrast-medium application. Furthermore, a questionnaire survey with private institutions within Vienna was performed, whereby both RTs and MTFs were interviewed. Data collection shows, amongst others, the spread in practice urgent measures on an extravasation and the further treatment of the patients.

Results

The most common immediate actions represent the cooling and elevating the affected limb. Antidotes do not come in private institutions for use. Whenever an extravasation happen, a radiologist is involved, but the amount of the extravasation estimates by RTs or MTFs. Similarly, the decision of discharge of the patient estimates at RTs or MTFs. An implementation of the accompanying workflow to the questionnaire has been of 95% of respondents answered with a "No" because private institutions do not have the conditions for the treatment and monitoring of patients such as hospitals have.

Discussion

The practice differs on this issue in some respects from the literature. This can be justify, amounts others, that literature mostly refers to hospitals and the recommendations therein are difficult or impossible to implement for private institutions. However, the staff in the institutes own enough experience and training to the handling of extravasation, so patients can be adequately supplied and informed. This work is, due to the few participating institutions, to understand rather than an approach. In a wider context, where, for example, all institutions in Vienna or Austria to participate, a more meaningful evaluation could be made with regard to this subject.