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Title
Wirksamkeit von Bleibrillen: Vermessung der Augenlinsendosis
Additional Titles
Effectiveness of lead glasses: Surveying the eye lens dose
AuthorWieser, Thomas
Thesis advisorGuevara Rojas, Godoberto
Published2015
Date of SubmissionJune 2015
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Bleibrille / Augenlinsendosis
Keywords (EN)lead glasses / eye lens dose
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Das Ziel dieser Arbeit ist die Reduktion der Augenlinsendosis, unter Berücksichtigung der

Streustrahlung des Schädels, bei Verwendung einer Bleibrille zu ermitteln. Des Weiteren

behandelt sie die Dosimetrie der Augenlinsendosis an der Stirn und deren Effektivität.

Als Methode wurde ein Messaufbau mit dem Schädelphantom nach Wartak konzipiert. Es

wurde aus drei verschiedenen Positionen bestrahlt welche häufig in der interventionellen

Radiologie und intraoperativen Bildgebung mit Röntgen vorkommen. Insgesamt wurden 9

Bleibrillen und eine optische Brille ohne Bleigleichwert vermessen. Um den Wert der

Thermolumineszenzdosimeterauswertung (Coulomb) in eine Dosis (Gray) umrechnen zu

können wird mit einem Referenzdosimeter und Thermolumineszenzdosimeter ein

Kalibrierwert ermittelt, um die unterschiedlichen auftretenden Strahlenqualitäten zu

berücksichtigen.

Bei den Ergebnissen zeigt sich, dass die Augenlinsendosis bei Verwendung einer Bleibrille

auf bis zu 12% reduziert werden kann. Je nach Größe und Form der Bleibrille reduziert sie

auch bei gekippten Positionen auf bis zu 13%. Die Messungen konnten auch zeigen, dass

Stirndosimeter eine sinnvolle Möglichkeit darstellen um die Augenlinsendosis zu messen,

jedoch mit der Beschränkung, dass sie nur sinnvoll interpretierbar sind wenn keine

Bleibrille getragen wird. Die sinnvollste Position für ein Stirndosimeter ist die mittlere

Stirnposition, da an dieser Stelle die Messungenauigkeit maximal 11% betragen hat.

In Anbetracht der Datenlage kann die Verwendung einer Bleibrille für all jene Personen

empfohlen werden, welche in der interventionellen Radiologie und/oder bei Operationen

mit intraoperativer Bildgebung mittels Röntgen in unmittelbarem Abstand zum

Strahlenfeld tätig sind, wenn keine anderen Strahlenschutzmittel wie Bleiglasschilde oder

ähnliches verfügbar sind oder verwendet werden, und mit langen Durchleuchtungszeiten

bei geringem Abstand vom Durchleuchtungsfeld zu rechnen ist.

Abstract (English)

The aim of this work is to determine the reduction of the eye lens dose while using lead

glasses, considering the backscattered radiation of the skull. Furthermore, it deals with the

dosimetry of the ophthalmic lens dose on the forehead and its effectiveness.

A measurement setup with the skull phantom to Wartak was conceived as method. It has

three different positions which often occur in interventional radiology and intraoperative

X-ray imaging. A total of 9 lead glasses and optical glasses without lead equivalent were

measured. In order to convert the value of thermoluminescence dosimetry (Coulomb) in a

dose (Gray) is determined with a reference class and a thermoluminescence calibration to

consider the different occurring qualities of radiation.

The results show that the dose of the eye lenses can be reduced up to 12% when using lead

glasses. Depending on the size and shape of the lead glasses, it reduces even in tilted

positions up to 13%. Measurements have also shown that dosimeter on the forehead can be

a useful way to measure the eye lens dose, but with the restriction that they are only useful

if there are no lead glasses worn. The most sensible position for a forehead dosimeter is at

the middle of the forehead, since at this point the measurement inaccuracy has not

exceeded 11%.

Given the available data, the use of lead glasses is recommended for all those people who

are acting closely to a radiation field in interventional radiology and/or during surgery with

intraoperative imaging by X-ray, if no other radioprotective agents such as lead glass

shields are available or used, and if long fluoroscopy times and a short distance from the

fluoroscopy field are expected.