Titelaufnahme

Titel
Okuläre versus muskuläre Kopfzwangshaltung unter besonderer Berücksichtigung des Strabismus sursoadductorius.
Weitere Titel
Ocular versus muscular torticollis with specific consideration of Strabismus sursoadductorius.
VerfasserKremsz, Anna
GutachterHirmann, Elisabeth ; Huber, Andreas
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuli 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Strabismus sursoadductorius / kongenitale kraniale Fehlinnervations- Syndrome / okuläre Kopfzwangshaltung / muskuläre Kopfzwangshaltung
Schlagwörter (EN)congenital trochlear palsy / superior oblique palsy with inferior oblique overaction / congenital cranial dysinnervation disorders / ocular torticollis / muscular torticollis
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: In folgender Arbeit wird eine junge Patientin im Kleinkindalter beschrieben, die aufgrund einer Kopffehlhaltung zur Untersuchung kommt. Im Laufe dieser wird ein Strabismus sursoadductorius diagnostiziert, welcher die ursprünglich vermutete Diagnose Kopfzwangshaltung durch muskuläre Ursache eindeutig widerlegt. Die durchgeführten Untersuchungen und deren Ergebnisse während der Erstuntersuchung sowie die geplante Behandlung werden beschrieben und diskutiert.

Methoden: Jene Untersuchungsmethoden, die zur Erstellung der Diagnose notwendig waren, werden beschrieben. Zu beachten ist, dass das Mädchen ein Kleinkind ist, weshalb alle Methoden auf ihre Compliance abgestimmt wurden. Zu den Untersuchungen zählen die Visusprüfung, der Covertest sowie die objektive Winkelmessung nach Hirschberg, die Konvergenz, die Motilität und die Prüfung des Stereosehens. Speziell in diesem Fall erfolgten auch eine Messung der Kopfzwangshaltung und ein Bielschowsky- Kopfneigetest. Für die Abklärung im ophthalmologischen Bereich waren eine Skiaskopie in Cycloplegie, eine Funduskopie und die Messung der Fundusverrollung notwendig.

Ergebnisse: Schon bei der beschriebenen Erstuntersuchung lässt sich die Diagnose Strabismus sursoadductorius eindeutig stellen. Nach dem Verdacht auf diese Schielform wurden einige spezielle Untersuchungen durchgeführt, welche die Diagnose eindeutig bestätigen. Die ursprüngliche Vermutung, dass die Kopfzwangshaltung durch muskuläre Ursache entstanden ist, konnte somit widerlegt werden.

Diskussion/Schlussfolgerung: Mit Hilfe fachspezifischer Literatur zu diesem Thema wird das Krankheitsbild des Strabismus sursoadductorius dargestellt und erläutert. Es wird auf verschiedene Meinungen der AutorInnen bezüglich Ursache, Erscheinungsbild und Therapie eingegangen. Außerdem werden Differenzialdiagnosen erstellt und beschrieben.

Zusammenfassung (Englisch)

Problem definition: This thesis deals with an infant, who is presented with a torticollis. During the examination, a Strabismus sursoadductorius was diagnosed. In the Anglo- American, the entity is often called ‘superior oblique palsy’, sometimes with the supplement ‘inferior oblique overaction’. This diagnosis refutes the original diagnosis ‘torticollis because of a muscular reason’. The investigations performed, the results of the initial examination and the proposed treatment are described and discussed.

Methods: All investigations that were necessary for making the diagnosis are described in this chapter. It must be considered that the patient was an infant, so all the investigations had to be adjusted for her compliance. The following investigations were performed: Visus, Covertest, objective measurement of the angle of deviation by Hirschberg, convergence, motility of the eyes and investigation of stereopsis. Some other investigations were especially important in this case to secure the diagnosis: the measurement of the torticollis, and a Bielschowsky- Kopfneige- Test. From the ophthalmological side, a retinascopy in cycloplegia, a funduscopy and the measurement of the cyclophoria of the fundus were necessary.

Results: During the investigation described, the diagnosis of Strabismus sursoadductorius could definitely be made. Because of the suspicion of this form of squinting, some special investigations had to be carried out. This made the diagnosis really clear. The results of all investigations are described, so the diagnosis can be understood. The original diagnosis of muscular torticollis was clearly disproved.

Discussion/conclusion: With specialist literature on the topic of Strabismus sursoadductorius or superior oblique palsy, the symptoms of this form of squinting are presented and illustrated. Different opinions of authors regarding the causes, symptoms and therapy are presented. Moreover, differential diagnose are established and discussed.