Titelaufnahme

Titel
Rezidivierende Abduzensparese mit nicht ganz eindeutiger Genese. Ein Fallbericht.
Weitere Titel
Recurring abducenspalsy of an unknown cause.
VerfasserVoith, Victoria
Betreuer / BetreuerinHirmann, Elisabeth ; Grainer, Ida
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuli 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Abduzensparese / Dekompensierte Esophorie / Endokrine Orbitopathie / Okuläre Myasthenie / Strabismus convergens im Senium
Schlagwörter (EN)Abducenspalsy / Decompensated esophoria / Endocrine orbitopathy / Ocular myasthenia / Age-related esotropia
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: Eine Patientin im höheren Erwachsenenalter leidet an einer rezidivieren Abduzensparese mit unklarer Genese. Anhand des Patientinnenfalls werden die über drei Jahre hinweg in unterschiedlichen Krankenanstalten durchgeführten Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen beschrieben und anschließend diskutiert.

Methoden: Alle Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen, welche bei der Patientin durchgeführt wurden, werden in diesem Kapitel aufgezeigt. Es werden sowohl orthoptische Untersuchungen, als auch ophthalmologische, neurologische und bildgebende Untersuchungen, welche von Orthoptisten/innen und Ärzten/innen durchgeführt wurden, beschrieben.

Ergebnisse: Die Patientin kam mit horizontalen Doppelbildern in die Sehschule. Im Laufe der Anamnese stellte sich heraus, dass sie bereits seit einigen Jahren an solchen Doppelbildern litt, welche jedoch zwischenzeitlich wieder verschwunden waren. Die Orthoptisten/innen diagnostizierten nach einigen Untersuchungen eine Abduzensparese und behoben die Doppelbilder mittels Prismenfolien. Zusätzlich wurde die Patientin zu einem Neurologen geschickt, welcher als Ursache für die rezidivierende Abduzensparese eine okuläre Myasthenie diagnostizierte. Schlussendlich verblieb die Patientin mit den Orthoptisten/innen und Ophthalmologen/innen so, dass sie bei neuerlichen Beschwerden wieder die Sehschule aufsucht.

Diskussion/Schlussfolgerungen: In diesem Kapitel wird auf das Krankheitsbild der Abduzensparese und die Folgen einer solchen Lähmung für den/die Patienten/in eingegangen. Differentialdiagnostisch werden die okuläre Myasthenie, die Endokrine Orbitopathie, der Strabismus convergens im Senium, eine dekompensierte Esophorie und eine mikrovaskuläre Abduzensparese erläutert und Zusammenhänge mit dem Krankheitsbild der Patientin diskutiert oder verworfen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: A female patient in late adulthood was suffering from recurring abducenspalsy of an unknown cause. On the basis of this case examinations and treatments, which were carried out in different medical institutions over the period of three years, are described and discussed.

Methods: All applied examination and treatment methods are listed in this chapter. The orthoptic examinations are described precisely, as well as ophthalmologic, neurologic and brain imaging techniques, which were executed by orthoptists and ophthalmologists.

Results: The patient came to the orthoptic department because of parallel double images. During the anamnesis she reported that she had been suffering from double vision for a few years, which occasionally regressed. After the orthoptists had carried out some examinations, abducenspalsy was diagnosed. The double images were corrected with a prism film. In addition the patient was sent to a neurologist, who diagnosed ocular myasthenia gravis as the cause for the aducenspalsy. Finally the patient agreed with the orthoptists and the ophthalmologists that she would come back to the orthoptic department again when the disorders recurred.

Discussion/Conclusion: In this chapter the clinical picture and the consequences for the patients with abducenspalsy are discussed. Furthermore, the differential diagnoses of ocular myasthenia gravis, endocrine orbitopathy, “Strabismus convergens im Senium”, which can be compared with age-related esotropia, decompensated esophoria and microvascular abducenspalsy, are explained and compared with the clinical findings of the patient.