Titelaufnahme

Titel
Das subjektive Element im Ertragsteuerrecht und im Finanzstrafrecht
Weitere Titel
The subjective element in the income tax law and the financial criminal law
VerfasserBurgstaller, Brigitte
Betreuer / BetreuerinKormesser, Josef Christian
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Subjektives Element / Subjektive Tatbestandsmerkmale / Objektive Tatbestandsmerkmale / Wissen und Wollen / Steuerhinterziehung / Typus / Verdeckte Ausschüttung / Gewinnerzielungsabsicht / Vorsatz
Schlagwörter (EN)subjective element / subjective elements of an offense / objective elements of an offense / knowledge and willing / tax evasion / type / hidden distribution / intention of profit / intent
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Bedeutung von subjektiven Elementen im Ertragsteuerrecht und im Finanzstrafrecht sowie den dabei auftretenden Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Im Finanzstrafrecht besteht unstrittig eine Verpflichtung zur Berücksichtigung von subjektiven Tatbestandsmerkmalen, da der Gesetzgeber in den maßgeblichen Gesetzesstellen des FinStrG 1958 eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung nur bei Vorliegen von Vorsatz oder Fahrlässigkeit ermöglicht.

Im Ertragsteuerrecht hingegen ist die Berücksichtigung von subjektiven Elementen nicht gesetzlich geregelt. Lediglich bei der verdeckten Ausschüttung wird nach Literatur und Verwaltungspraxis auf die erforderliche Erfüllung eines subjektiven Tatbestandes hingewiesen.

Bei näherer Betrachtung verschiedener Rechtsbereiche des Ertragssteuerrechts wird jedoch ersichtlich, dass die aus dem Finanzstrafecht geprägten Begriffe „Wissen“ und „Wollen“ sehr wohl auch im Ertragsteuerrecht eine Bedeutung haben.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question of the importance of subjective elements in the income tax law and the financial criminal law, as well as the occurring similarities and differences.

According to the FinStrG 1958 the legislator requires intent or negligence for a conviction because of tax evasion. With regard to the criminal tax law the obligation to take subjective elements of an offense into account is consequently beyond dispute.

In contrast the consideration of subjective elements is not regulated by law in the income tax law. Only in case of hidden distribution the realization of subjective facts is regarded as necessary by literature and administrative practice.

On closer examination of the different areas of the income tax law it appears that the terms „knowledge“ and „will“, well-established in the criminal tax law, also bear a meaning in the former field of law.