Titelaufnahme

Titel
Neugeborenenreanimation bei intakter Nabelschnur
Weitere Titel
Neonatal resuscitation with intact umbilical cord
VerfasserDujmovits, Martina
Betreuer / BetreuerinWokurek-Biebel, Vera
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Abnabelung / Plazentatransfusion / Neugeborenenreanimation / Anwesenheit von Bezugspersonen / Ventilation
Schlagwörter (EN)cord clamping / placental transfusion / neonatal resuscitation / family presence / ventilation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Reanimation des Neugeborenen bei intakter Nabelschnur. Ziel war es, herauszufinden, welche möglichen Vor- und Nachteile dadurch für das Kind, die Eltern und das geburtshilfliche Personal entstehen können.

Im Rahmen des theoretischen Zugangs zur Bearbeitung dieser Arbeit wurden aktuelle Fachliteratur und Studien herangezogen und miteinander verglichen. Da das Thema erst seit einigen Jahren wissenschaftlich diskutiert wird, wurde auch auf Tierstudien, Studien an vitalen Neugeborenen und Studien mit älteren Kindern zurückgegriffen.

Auf der Basis dieser wurde der Rückschluss gezogen, dass die Reanimation bei intakter Nabelschnur für beeinträchtigte Neugeborene erhebliche Vorteile haben könnte. Durch Plazentatransfusion mit Erhöhung des Blutvolumens und somit möglicher Prävention der Hypovolämie und durch stabilere kardiovaskuläre Werte in den ersten Minuten postnatal könnte die Adaptation vom fetalen in den neonatalen Kreislauf unterstützt werden.

Betroffenen Eltern und Bezugspersonen bietet die Reanimation bei intakter Nabelschnur die Möglichkeit, in der Nähe ihres Kindes bleiben zu können. Reanimierendes Personal fühlt sich zumeist nicht durch die Anwesenheit der Bezugspersonen in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Da der unverzügliche Beginn der Reanimationsmaßnahmen Priorität hat, wurde in Großbritannien ein mobiler Reanimationswagen entwickelt. Dieser ermöglicht die unmittelbare Reanimation des Neugeborenen bei intakter Nabelschnur und in der Nähe der Eltern.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with neonatal resuscitation with intact umbilical cord. The aim was to detect possible advantages and disadvantages for the newborn, the parents and the obstetrical staff.

It is a literary research paper, in which current relevant literature and studies were described and compared. The topic of neonatal resuscitation with intact umbilical cord seems to be very new to scientific research. This is the reason why animal studies, studies with vital newborns and with older children have also been taken into account.

The conclusion after reviewing these studies is that neonatal resuscitation with intact umbilical cord could be beneficial for compromised newborns. Placental transfusion and gain of blood volume could prevent hypovolemia. The more stable cardiovascular function in the first minutes after birth could help during transition from fetal to neonatal life.

Involved parents and attendants could stay close to the newborn, if it was resuscitated with intact umbilical cord. Most members of the obstetrical staff do not have concerns that family presence could affect their performance.

Since the immediate start of resuscitation has priority, a mobile resuscitation trolley was developed in the UK. It enables instant resuscitation of the newborn with intact umbilical cord and close to the parents.