Titelaufnahme

Titel
Die außerklinische Geburtshilfe - ein kontrovers diskutiertes Thema
Weitere Titel
The non-hospital birth - a controversial discussed topic
VerfasserGieseke, Lena
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Außerklinische Geburtshilfe / Hausgeburt / Klinikgeburt / Geburtenoutcome / Patientensicherheit
Schlagwörter (EN)Non-hospital birth / Home birth / Hospital birth / Birth outcome / Patient safety
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Datenlage zum Thema außerklinische Geburtshilfe und weiters mit den Meinungen aus Fachorganisationen, Fachzeitschriften und Qualitätsmedien. Im Fokus stehen wissenschaftliche Arbeiten aus Deutschland, England und den Niederlanden.

Hintergrund und Ziel dieser Arbeit: Die außerklinische Geburtshilfe ist ein häufig diskutiertes Thema, sowohl in Fachkreisen als auch in der breiten Öffentlichkeit. Oft schwingen Emotionen, Skandale und falsche Daten in solchen Diskussionen mit. Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, dem Thema außerklinische Geburtshilfe objektiv zu begegnen und die aktuelle Datenlage sowie die mediale Meinung von Fachorganisationen, Fachzeitschriften und Qualitätsmedien darzulegen. Dem Leser und der Leserin soll die Möglichkeit gegeben werden, sich eine freie Meinung zu diesem Thema bilden zu können.

Methodik: Die Arbeit umfasst eine Literaturrecherche aus unterschiedlichen Datenbanken, Fachzeitschriften und Fachbüchern. Im Internet wurde auf fachbezogenen Internetseiten und allgemeinen Nachrichtenseiten recherchiert.

Ergebnisse: Ein passendes Studiendesign wird es nach derzeitiger Meinung der Forscher zum gewählten Thema nie geben. Die Frauen wollen sich die Autonomie zur Wahl des Geburtsortes nicht nehmen lassen. Studien und mediale Artikel sollten genau hinterfragt und begutachtet werden. Provokante Schlagzeilen lassen den Leser oft schon die erste Meinung bilden.

In den vorhandenen Kohortenstudien mit teilnehmenden ‚low risk‘ Frauen lässt sich erkennen, dass in der außerklinischen Geburtshilfe die Interventionsrate geringer ist. In Bezug auf das kindliche Outcome unterscheiden sich die Ergebnisse. In England besteht ein höheres Risiko für Erstgebärende während einer Hausgeburt mit einem schlechteren kindlichen Outcome rechnen zu müssen. In den Niederlanden bestätigt sich dies nicht. Für die mütterliche Gesundheit besteht kein erhöhtes Risiko. Wichtige Faktoren, um eine sichere außerklinische Geburtshilfe leisten zu können, sind das Erkennen von Risiken, eine fundierte Hebammenausbildung und ein gutes Transportsystem.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the actual data regarding the topic out-of-hospital midwifery and furthermore with opinions from professional organizations and journals and quality media. Scientific publications from Germany, England and the Netherlands are focused hereby.

Background and aim of this thesis: The out-of-hospital midwifery is a frequently discussed topic in expert groups as well as in public. Emotions, scandals and false data are part of such discussions. The aim of this thesis is an objective consideration of the out-of-hospital midwifery and to argue the actual data situation plus the medial opinion of professional organizations and journals and quality media. The reader should have the possibility to form his free opinion about this topic.

Methodology: This thesis contains a literature research from different data bases, professional journals and reference books. The internet was used for researches on pages that are related to a specific field and for general news pages.

Results: There won’t exist a proper study design of the chosen topic from the researcher’s current point of view. Women don’t want to lose their autonomy to choose the place of birth. Studies and medial articles should be questioned and surveyed precisely. Provocative headlines lead to form first opinions of the reader.

In the present cohort studies with ‚low risk‘ women it can be identified that the rate of intervention is lower in the out-of-hospital midwifery. Regarding the outcome of the child the results are different. In England there is a higher risk for the primipara to anticipate a worse outcome of the child during the home birth. That was not confirmed in the Netherlands. The health of the mother is not exposed to a higher risk. Finally the main factors to achieve a secure out-of-hospital midwifery are the recognition of risks, an established midwifery education and a good transport system.