Titelaufnahme

Titel
Das Geburtserlebnis werdender Väter
Weitere Titel
The birth experience of expectant fathers
VerfasserKletzl, Ruth
Betreuer / BetreuerinVacek, Teresa
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Geburtserlebnis / Geburtssetting / Werdende Väter / Einflussfaktoren / Betreuungspersonal / Sectio Caesarea / Hausgeburt / Spontangeburt / Vaginaloperative Entbindung
Schlagwörter (EN)Birth experience / Birth setting / Expectant fathers / Influences / Staff / Caesarean section / Home birth / Vaginal delivery / Instrumental vaginal birth
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Geburtssettings auf das Geburtserlebnis werdender Väter. Zunächst wird auf die historische Entwicklung eingegangen, aufgrund derer immer mehr Männer ihre Partnerinnen in den Kreißsaal begleiten. Danach erfolgt eine genaue Bearbeitung verschiedener Geburtssettings, wobei mit der komplikationslosen Spontangeburt begonnen wird. Dabei zeigt sich, dass sich werdende Väter aktiv in die Geburt des Kindes einbringen wollen. Dies gelingt vor allem dann, wenn die Hebamme das Paar immer wieder über den Geburtsablauf informiert und die Ängste und Sorgen des werdenden Vaters ernst nimmt. Gelingt dies nicht, ist dieser hilflos, ängstlich und gestresst. Im Anschluss wird das Geburtserlebnis bei einer außerklinischen Geburt untersucht. Die Männer sehen sich bei einer solchen als große Unterstützung der Gebärenden und als wesentlicher Bestandteil der Geburt. Die Hebamme als primäre Ansprechperson vermittelt Ruhe und Sicherheit und wird von den Männern als professionelle und kompetente Fachfrau gesehen. Das nächste Kapitel, in dem die Sectio Caesarea bearbeitet wird, zeigt, dass die Technik und medizinischen Abläufe des Kaiserschnitts dem werdenden Vater ein Gefühl der Sicherheit gibt. Gerade die Kommunikation zwischen Personal und Vater hat sich als essentiell herausgestellt, da sich dieser nur dann eingebunden und aktiv fühlt, wenn er über sämtliche Vorgänge informiert wird. Im Kapitel „vaginaloperative Entbindung“ zeigt sich, dass sich eine vaginaloperative Entbindung, neben einer Akutsectio, am negativsten auf das Geburtserlebnis des werdenden Vaters auswirkt. Dies liegt vermutlich in der Dringlichkeit der Eingriffe und der eventuell lebensbedrohlichen Umstände für Frau und/oder Kind begründet, wobei eine exakte Beantwortung dieser Frage nicht erfolgen konnte. Abschließend werden geburtshilfliche Situationen beleuchtet, die nicht eindeutig einem der oberen Kapitel zugeordnet werden konnten. Dabei werden einerseits die Auswirkung einer Periduralanästhesie und andererseits die Auswirkung von Wehenmittelgabe auf das Geburtserlebnis des werdenden Vaters untersucht. Es zeigt sich, dass beide Interventionen einen positiven Effekt auf das Geburtserlebnis haben, da sich der werdende Vater aktiv und involviert fühlt. Dies wiederum führt zu einem reduzierten Angst- und Stresslevel. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit, die sich an relevanter Fachliteratur und relevanten Studien orientiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the effects of birth settings on the birth experience of expectant fathers. First it deals with the historical development. This explains why an increasing number of men accompanying their partners in the delivery room. The introduction is followed by a precise treatment of various birth settings, starting with the uncomplicated spontaneous delivery. It turns out that expectant fathers want to play an active role in the birth of the child. This is achieved especially if the midwife informs the couple about the birth process and takes the fears and worries of the expectant father seriously. If this fails, the man feels helpless, anxious and stressed. This chapter is followed by the birth experience in a non-clinical birth setting. There the men see themselves as big support for the laboring woman and as an integral part of the birth. The midwife as the primary contact person conveys peace and security and is seen by men as a professional and competent expert. The next chapter, in which the caesarean section is discussed, shows that the technology and medical procedures of cesarean section give the expectant father a sense of security. Especially the quality of communication between staff and father is essential for a good birth experience of the father, because he only feels actively involved when he has been informed about all procedures. The chapter “instrumental vaginal birth” shows that an instrumental vaginal birth, in addition to an emergency section, has the most negative impacts on the birth experience of the expectant father. This is probably due to the urgency of this interventions and life-threatening circumstances for the women and/or the child, but an exact answer to this question could not be done. Finally obstetric situations will be highlighted that can not be clearly assigned to one of the upper chapters. There the effect of epidural anesthesia and the effect of augmentation on the birth experience of the expectant father are examined. It turns out that both interventions have a positive effect on the birth experience, as the expectant father feels active and involved. This in turn leads to reduced anxiety and stress levels. The following thesis is a literature research and is oriented towards current literature and research studies.