Titelaufnahme

Titel
Bürgerbeteiligung aus den Blickwinkeln von Barrieren, Macht und Kommunikation
Weitere Titel
Citizens´ participation from the perspectives of barriers, power and communication
VerfasserLechner, Michel
GutachterSedlacko, Michal
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Partizipation / Bürgerbeteiligung / drei Dimensionen der Macht / Konsens nach Habermas / Barrieren im Internet / Mediation.
Schlagwörter (EN)participation / citizens´participations / three dimension of power / Habermas´ consensus / barriers to internet / mediation.
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Bürgerbeteiligungen aus den Fokussen Barrieren, Macht und Kommunikation zu analysieren und herauszufinden, inwieweit Macht durch Gestaltung der Bürgerbeteiligung ausgeübt wird, um bestimmte Interessen auszuschließen. Die Erkenntnisse die daraus gewonnen werden, können für zukünftige Beteiligungsprozesse zur Unterstützung für BürgerInnen und Politik herangezogen werden. Folglich wird den Fragen nachgegangen inwieweit der Zugang zu Informationen im Internet die Beteiligung der BürgerInnen an Projekten und Verfahren beeinflusst, ob Bürgerbeteiligung auch ein Instrument der Politik ist, welches die Einflussmöglichkeiten der BürgerInnen einschränkt und inwieweit die kommunikative Beteiligung der BürgerInnen der Gemeinde Wien Einfluss auf den Endscheidungsprozess öffentlicher Projekte hat. Die beiden Bürgerbeteiligungsverfahren „Mariahilfer Straße Neu“ und „Otto Wagner Spital am Steinhof“, sowie die Interviews mit BürgerInnen werden zu diesem Zweck, unter dem Aspekten Barrieren, Macht und Kommunikation, qualitativ analysiert. Die Datenauswertung erfolgt interpretierend und wird abstrahiert im theoretischen Sinn. Das Ergebnis zeigt, dass direkten Demokratie von den BürgerInnen zwar angestrebt wird, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht gelingt, als tatsächliches Machtkorrektiv zu wirken. Beide Fallstudien und die Interviews vermitteln ein Bild, dass bei diesen Bürgerbeteiligungen die politischen AkteurInnen die Entscheidung trafen, einige Wissende zusahen und viele Ohnmächtige die daraus resultierenden Konsequenzen und Entscheidungen erdulden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to analyse citizens´ participations from the perspectives of barriers, power and communication and to find out if and to what extend power is exercised through the organisation and the design of citizens´ participations in order to exclude certain interests. The results and findings can be used as a guideline for citizens and politicians in future participation processes. This thesis attempts to answer the following questions: To what extent has the availability and accessability of information on the internet an influence on the participation of citizens in projects and processes? Is the concept of citizens´ participation also a political instrument which, in reality, curtails the citizens´ margin of influence? Does the communicative participation of Viennese citizens have an influence on the decision-taking processes in public projects? For this purpose, a qualitative analysis of the two citizens´ participation processes „Mariahilfer Straße Neu“ and „Otto-Wagner Spital am Steinhof“ as well as interviews with citizens with the focus on the aspects barriers, power and communication have been conducted. The data has been evaluated interpretatively and abstractly in a theoretical sense. Results show that direct democracy is what citizens aim for but that, at present, it fails to act as a power corrective. Both case studies and interviews convey the impression that it is the politicians who actually take the decisions in the course of citizens´ participations whereas those citizens who are well informed just stand by and watch and whereas the powerless majority has to accept the resulting decisions and consequences.