Titelaufnahme

Titel
Ergotherapeutische Evidenzen für die Spiegeltherapie bei Behandlung der oberen Extremität nach einem Schlaganfall
Weitere Titel
Evidences for mirror therapy of the upper limb after stroke in the context of Occupational Therapy
AutorInnenBeisteiner, Alicia
GutachterLüftenegger, Theresa Maria
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Spiegeltherapie / Obere Extremität / Schlaganfall
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Mirror therapy / Upper limb / Stroke
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Spiegeltherapie ist eine neuartige Therapieform und zählt zu den Imaginationstherapien. Hierbei entsteht mithilfe eines Therapiespiegels die Illusion, dass eine gelähmte Extremität wieder uneingeschränkt Bewegungen ausführen kann. Diese Form der Therapie wird häufig bei Hemiparesen der oberen Extremität nach einem Insult eingesetzt. Die dadurch entstehenden motorischen Funktionsverbesserungen können für Personen mit Hemiparese ein wichtiger Schritt zurück zur Selbstständigkeit sein. Da eines der obersten Prinzipien der Ergotherapie die Unterstützung zur bestmöglichen Wiederherstellung der Selbstständigkeit ist, ergab sich für diesen Literaturreview folgende Fragestellung: Welche Evidenzen gibt es für die Spiegeltherapie bei Behandlung der oberen Extremität nach einem Schlaganfall im Rahmen der Ergotherapie?

Methodik: Zur Bearbeitung dieser Fragestellung wurden fünf verschiedene Datenbanken mit den Schlüsselbegriffen „Ergotherapie“, „Spiegeltherapie“, „obere Extremität“ und „Insult“ systematisch durchsucht. Die inkludierten Studien wurden anschließend mithilfe des McMaster-Formulars kritisch bewertet und deren Evidenzlevel festgestellt.

Ergebnisse: Die systematische Suche ergab eine gesamte Trefferzahl von 262 Artikeln, welche durch diverse Ein- und Ausschlusskriterien selektiert wurden. Schlussendlich wurden fünf Artikel inkludiert. Bei diesen fünf Studien zeigte sich eine deutliche Verbesserung der motorischen Funktionen der oberen Extremität, jedoch war die Verbesserung nicht in allen Fällen statistisch signifikant. Zwei Studien untersuchten außerdem Veränderungen bezüglich den Aktivitäten des täglichen Lebens nach der Behandlung mit Spiegeltherapie. Auch diese Messungen ergaben Verbesserungen, woraus sich eine erhöhte Selbstständigkeit schließen lässt.

Conclusio: Die durch diesen Review dargelegten Evidenzen für Spiegeltherapie bei Behandlung der oberen Extremität nach einem Schlaganfall können für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bei der Wahl der individuell passenden Therapieform hilfreich sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Mirror therapy is a novel form of treatment which works with imagination. The treatment involves a mirror and that creates the illusion that a paralyzed limb can fully execute movements again. This form of therapy is often used in the upper extremity hemiparesis after an insult. The resulting motor function improvements can be a major step back to independence for individuals with hemiparesis. Since one of the highest principles of occupational therapy is to support the best possible restoration of independence, following questioning for the literature review was found: What evidence exists for mirror therapy in the treatment of upper limb after stroke in the context of occupational therapy?

Methods: For this question five different databases with the keywords "Occupational Therapy", "mirror therapy", "upper limb" and "insult" were systematically searched. The included studies were then critically evaluated using the McMaster-schedule and determined their level of evidence.

Results: The systematic search returned a total number of hits of 262 articles, which were selected by various inclusion and exclusion criteria. Finally, five articles were included. These five studies showed a significant improvement of motor function of the upper extremity but the improvement was not statistically significant in all cases. Two studies also examined changes in the activities of daily living after treatment with mirror therapy. These measurements also showed improvements and therefore increased independence.

Conclusions: The evidence presented by this review of mirror therapy in the treatment of upper limb after stroke may be useful for occupational therapists in the choice of individually suitable therapy.

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