Titelaufnahme

Titel
Evidenzen zu ergotherapeutischen Interventionen bei betreuenden Angehörigen von SchlaganfallpatientInnen
Weitere Titel
Evidence of occupational therapy interventions for stroke caregivers
VerfasserGruber, Theresa
Betreuer / BetreuerinErtelt-Bach, Veronika
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Betreuende Angehörige / SchlaganfallpatientInnen / Intervention / Ergotherapie
Schlagwörter (EN)Caregiving relatives / Stroke patient / Intervention / Occupational Therapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

HINTERGRUND: Mit einem Schlaganfall verändern sich die Möglichkeiten, Grenzen und Rollen der PatientInnen sowie die der Angehörigen. ErgotherapeutInnen können Menschen in Zeiten einer oft schwierigen Rollenveränderung begleiten. Durch die Veränderungen, die ein Schlaganfall mit sich bringt, fühlen sich Angehörige uninformiert, überfordert und in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Deshalb kann die Ergotherapie, gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufsgruppen, einen wesentlichen Beitrag im Rehabilitationsprozess von SchlaganfallpatientInnen und deren Angehörigen leisten.

ZIEL: Das Ziel dieser Arbeit ist es, bestehende ergotherapeutische Interventionen für betreuende Angehörige aufzuzeigen, deren Wirksamkeit zu ergründen und diese untereinander zu vergleichen.

METHODE: Die Literaturrecherche erfolgte im April 2015 in den Datenbanken Cochrane Library, CINAHL, PubMed und OTseeker. Insgesamt wurden aus 177 Treffern fünf randomisiert kontrollierten Studien (RCT) anhand von klar definierten Ein- und Ausschlusskriterien für den Review ausgewählt und mithilfe des McMaster Formulars (Law et al., 1998) kritisch bewertet.

ERGEBNISSE: Aus den ausgewählten Studien geht hervor, dass signifikante Verbesserungen besonders bei praktischen Übungssequenzen mithilfe mit einem multiprofessionellen Team erreicht werden. In den Bereichen Stress und Belastung der Betreuenden und Kosten für gesundheitliche und soziale Serviceleistungen wurde eine Reduktion gemessen. Weiters konnte eine Verbesserung der psychischen Gesundheit, eine Steigerung der Lebensqualität, Zufriedenheit mit der Intervention sowie den erhaltenen Informationen über Schlaganfall von PatientInnen und deren Angehörigen gemessen werden.

ZUSAMMENFASSUNG: Zahlreiche Studien und Reviews diverser Berufsgruppen zeigen Wirksamkeit und Notwendigkeit des Einbeziehens der Angehörigen in den therapeutischen Rehabilitationsprozess. Im multiprofessionellen Team ist die Ergotherapie bei Interventionen bei (betreuenden Angehörigen von SchlaganfallpatientInnen) gerechtfertigt, wirksam und nicht mehr wegzudenken. Die Notwendigkeit spezifischerer Studien besteht und die Tendenz zu praktisch angewandten Methoden zeigt neue Untersuchungsfelder auf. Ebenso sollte der Fokus auf ergotherapeutischen Interventionen genauer erforscht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

BACKGROUND: Having a stroke may change possibilities, limits and occupational roles of patients as well as their caregivers. Changing an occupational role is a reason to get into trouble with the new situation. It is responsibility/purpose for occupational therapists to give advice and support people in these difficult times. Many caregivers feel uninformed, over-challenged and limited/restricted in their quality of life. Accordingly/Therefore occupational therapists and other health care professionals make an essential contribution to the rehabilitation process of patients and their caregivers.

AIM: The aim of this review is to demonstrate existing studies of occupational therapy interventions for caregiving relatives, to figure out the effectiveness and to make comparisons between them.

METHODS: Literature was found through systematic search in the databases Cochrane Library, CINAHL, PubMed and OTseeker in April 2015. Out of altogether 177 matches, five RCTs, based on prior specified inclusion and exclusion criteria, were selected for the review and evaluated critically using the McMaster schedule (Law et al., 1998) for quantitative studies.

RESULTS: The selected studies show statistically significant impact on reducing caregiver burden and stress, costs for health and social services. Satisfaction with interventions has improved as well as received stroke specific information, emotional well-being, quality of life of both stroke patients and caregivers especially at “hands-on” training of multidisciplinary health care professionals.

CONCLUSIONS: Many studies and reviews of different therapeutic professions show statistically significant impact and necessity of including caregivers in the rehabilitation process of stroke patients. Occupational therapy interventions are important as well as justified and effective in multiprofessional teams on caregivers of stroke patients. Further research on occupational therapy interventions on caregivers is warrantable.