Titelaufnahme

Titel
„If I don’t do something, I will go crazy“: Auswirkungen mangelnder Betätigungsmöglichkeiten auf Flüchtlinge und Asylsuchende
Weitere Titel
“If I don't do something, I will go crazy”: The consequences of occupational deprivation for refugees and asylum-seekers
VerfasserHandl, Andrea
GutachterStadler-Grillmaier, Johanna
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Occupational deprivation / Betätigungsdeprivation / Betätigung / Flüchtlinge / Asylsuchende
Schlagwörter (EN)occupational deprivation / occupation / refugees / asylum-seekers
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Flüchtlinge und Asylsuchende gelten als eine Risikogruppe für Betätigungsdeprivation, das heißt für den Ausschluss von der Partizipation an bedeutungsvollen Betätigungen durch Faktoren außerhalb ihrer Kontrolle. In der Ergotherapie wird von einem Grundbedürfnis nach Betätigung ausgegangen, dessen Einschränkung Auswirkungen hat. Der Weltverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten spricht sogar von einem Menschenrecht auf Betätigung. Das Ziel dieses Literaturreviews ist es, die in der Literatur beschriebenen Auswirkungen mangelnder Betätigungsmöglichkeiten auf Flüchtlinge und Asylsuchende zu untersuchen.

In sieben Datenbanken wurde systematisch nach entsprechender Literatur gesucht, die nach definierten Ein- und Ausschlusskriterien ausgewählt wurde. Fünf Publikationen wurden in die Arbeit inkludiert, kritisch bewertet und anhand der beschriebenen Auswirkungen von Betätigungen und deren Fehlen verglichen.

Es zeigten sich sowohl negative Effekte von Betätigungsmangel als auch positive Folgen von Möglichkeiten zur Betätigung. Deutlich wurde, dass Betätigungen nicht nur für die Bewältigung der vergangenen und aktuellen Lebenssituation eine bedeutende Rolle spielen. Auch die Bildung von sozialen Beziehungen und die Integration in die neue soziale Lebensumwelt werden beeinflusst.

Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit ergotherapeutischer Arbeit in diesem Bereich auf und legen dar, dass sowohl Flüchtlinge und Asylsuchende als auch die Gesellschaft in der sie leben von der Ermöglichung von Betätigungen profitieren würde.

Zusammenfassung (Englisch)

Refugees and asylum-seekers are at risk of occupational deprivation, which means preclusion from engagement in meaningful occupations due to factors out of their control. Occupational therapists believe in a basic need for occupation and in effects if this need is restricted. The World Federation of Occupational Therapists even speaks about a human right to occupation. This literature review aims to examine the effects of poor possibilities to engage in occupations that are described in literature.

Literature was found through systematic search in seven databases and selected due to defined inclusion and exclusion criteria. Five publications were included, critically appraised and compared on the basis of described effects of occupation.

Negative effects of occupational deprivation showed up as well as positive consequences of possibilities for occupation. It becomes apparent that occupations do not only play a role for coping with the past and the present life situation. They also affect the establishing of social relationships and the integration in the new social environment.

The findings show indications for occupational therapy in this field and point out that both refugees and asylum-seekers and also the society they live in would benefit from enabling occupations.