Titelaufnahme

Titel
Evidenzen für ergotherapeutische Interventionen bei PatientInnen mit Morbus Parkinson
Weitere Titel
Evidences for Occupational Therapy-Interventions in patients with Parkinson´s disease
VerfasserPaulitsch, Sandra
Betreuer / BetreuerinLüftenegger, Theresa Maria
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Morbus Parkinson / Parkinson / Idiopathisches Parkinson-Syndrom
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Parkinson / Parkinson´s disease / Parkinson disease / Idiopathic Parkinson-Syndrome
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Parkinson-Syndrome zählen zu den häufigsten neurodegenerativen Krankheiten und sind seit Jahren ein wichtiges Aufgabengebiet der Ergotherapie. Die am meisten verbreitete Form ist das idiopathische Parkinson-Syndrom (Morbus Parkinson), das zu den degenerativen Parkinson-Syndromen zählt. Durch die motorischen Leitsymptome Akinese, Rigor, Ruhetremor sowie posturale Instabilität kommt es zu einer eingeschränkten Handlungsperformanz, was sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens auswirkt. Durch die altersabhängige Zunahme der Erkrankungen sowie dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung ist anzunehmen, dass die Häufigkeit der Parkinson-Erkrankungen in Zukunft noch steigen wird. Das Ziel dieser Literaturarbeit ist es, einen Überblick der Evidenzen für ergotherapeutische Maßnahmen bei PatientInnen mit Morbus Parkinson zu bieten.

Methode: Es wurde eine systematische Suche nach vorhandenen Publikationen in 5 Datenbanken durchgeführt. Zur kritischen Beurteilung der Studien fanden eine Einteilung nach dem Evidenzlevel und eine Analyse nach Vorgabe der McMaster-Formulare und des PRISMA-Statements statt.

Ergebnisse: Abhängig von festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien wurden 6 Publikationen ausgewählt. Die Ergebnisse zeigen, dass es viele Evidenzen für ergotherapeutische Interventionen zur Behandlung der motorischen Leitsymptome der Parkinson-Krankheit gibt. Evidenzen für ergotherapeutische Interventionen, die sich mit den nicht-motorischen Einschränkungen von Parkinson-Erkrankten beschäftigen, sind noch selten. Besonders Interventionsmöglichkeiten für Parkinson-Erkrankte in den Stadien 4 und 5 der Hoehn und Yahr-Skala sind unzureichend erforscht.

Conclusio. Weitere Untersuchungen der ergotherapeutischen Interventionen zur Verbesserung der nicht-motorischen Symptome sowie zur Langzeitwirkung der bestehenden Interventionen sollten in Zukunft vermehrt durchgeführt werden. Da alle TeilnehmerInnen der herangezogenen Studien in einer früheren Phase der Parkinson-Erkrankung einzuteilen sind, fehlen Belege für Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson-Erkrankten, die eine mäßige bis schwere Symptomatik aufweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Parkinson's Syndromes are the most common neurodegenerative diseases and have been an important area of occupational therapy for years. The most common form is the Idiopathic Parkinson's Disease (PD), which counts to the degenerative Parkinsonian Syndromes. The leading symptoms Akinesia, rigidity, resting tremor and postural instability result in a reduced occupational performance, which affects many areas of daily life. Due to the age-dependent increase of the disease and the rising average age of the population it can be assumed, that the incidence of Parkinson's Disease will increase in the future. The aim of this literature review is to provide an overview of the evidences for occupational therapy in patients with Parkinson's disease.

Method: Firstly a systematic search for existing publications in five databases was performed. For a critical review of the studies a classification according to the level of evidence and analysis as specified by the McMaster forms and PRISMA statements took place.

Results: Depending on predefined inclusion and exclusion criteria, six publications were selected. The results show, that there exist many evidences for occupational therapy interventions for the treatment of motor cardinal symptoms of Parkinson's Disease. Evidences for occupational therapy interventions that deal with the non-motor impairments of Parkinson's sufferers, are still rare. Especially interventions for Parkinson's sufferers in stages 4 and 5 of the Hoehn and Yahr Scale are poorly researched.

Conclusion: Further studies of occupational therapy interventions to improve non-motor symptoms as well as for long-term impact of existing interventions should be carried out. Since the biggest part of participants the studies relied on, were in an earlier stage of Parkinson's disease, evidences for treatments of Parkinson's patients having moderate symptoms are still rare.